Literaturpreis : Wilhelm-Lehmann-Preis für den Essay

Stephan Wackwitz nahm den Wilhelm-Lehmann-Preis am Sonanbend im Ratssaal entgegen und hielt eine Lesung.
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Stephan Wackwitz nahm den Wilhelm-Lehmann-Preis am Sonanbend im Ratssaal entgegen und hielt eine Lesung.

Schriftsteller Stephan Wackwitz erhält Wilhelm-Lehmann-Literaturpreis. Prämierter Essay: „Die Bilder meiner Mutter“.

shz.de von
23. Mai 2016, 05:56 Uhr

Eckernförde | Der Schriftsteller Stephan Wackwitz (64) hat den mit 7500 Euro dotierten Literaturpreis der Wilhelm-Lehmann-Gesellschaft gewonnen. Am Sonnabend überreichte ihm die Vorsitzende Dr. Beate Kennedy im Ratssaal während der Wilhelm-Lehmann-Tage die Auszeichnung. In seiner facettenreichen Laudatio hob Lothar Müller, Redakteur im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung, Wackwitz als bedeutenden Essayisten hervor und fand für den prämierten Essay „Die Bilder meiner Mutter“ einen respektvollen Vergleich: „Ich erinnere mich an die Wundermuscheln aus den 50er-Jahren. In diesen Wundermuscheln befanden sich Papierblumen, und legte man eine solche Muschel, die mit einer Papierbanderole verschlossen war, in ein Glas mit Wasser, öffnete sich über Nacht die Muschelschale und die Papierblumen wuchsen aus der Muschel heraus“.

Stephan Wackwitz bedankte sich in seiner Rede bei der Wilhelm-Lehmann-Gesellschaft und den Sponsoren für diesen Literaturpreis. Er lobte Wilhelm Lehmann als Begründer der bundesdeutschen Naturlyrik und stellte fest: „Nichts hat Wilhelm Lehmann mehr interessiert als die Entstehung eines Gedichtes, denn in einem gelungenen Gedicht können wir einen gelungenen Moment der Welt festhalten.“

Nach der Preisverleihung durch Dr. Beate Kennedy, Vorsitzende der Wilhelm-Lehmann-Gesellschaft, die erste Stadträtin Katharina Heldt, und Caje Petersen, Vertreter der Sponsoren, an Stephan Wackwitz, wünschte sich Beate Kennedy von Lothar Müller, seine Laudatio demnächst gedruckt in einem Feuilleton nochmals lesen zu können. Diese Überlegung traf die Zustimmung der meisten Gäste im Saal.


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