Wien: Stadt der Geschichte und Kultur

Hochadeliges Schloss der Habsburger mit großem, öffentlichem Park mitten in Wien – Schloss Schönbrunn. Ebenfalls ein Muss für jeden Wien-Besucher ist die Hofburg (kleines Foto). Fotos: Füchtner
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Hochadeliges Schloss der Habsburger mit großem, öffentlichem Park mitten in Wien – Schloss Schönbrunn. Ebenfalls ein Muss für jeden Wien-Besucher ist die Hofburg (kleines Foto). Fotos: Füchtner

Die österreichische Hauptstadt hat eine Fülle an Sehenswürdigkeiten, Museen und Kultureinrichtungen zu bieten

shz.de von
16. Mai 2018, 11:37 Uhr

Es gibt wohl kaum eine Metropole, die in der Innenstadt solch eine Konzentration von Kunst und Sehenswürdigkeiten bietet, wie Wien. Und das alles erschließt sich einem auf engem Raum in wunderschönen Spaziergängen. Vom gotischen Stephansdom durch die barocke Altstadt, vorbei an gediegenen Häusern des Biedermeier und der Gründerzeit, an alten Kirchen und Palästen und am Ende durch die Hofburg, einem riesigen verschachtelten Palastkomplex. Die Musentempel Staatsoper, Konzerthaus, Musikverein und Burgtheater haben Weltruhm, und ein Abend in diesem Ambiente ist ein festlicher Genuss. Die Wiener Sängerknaben singen in der Burgkapelle der Hofburg an allen Sonntagen (in der Saison). In der Hofburg residierten vom 13. Jahrhundert bis 1918 die Habsburger. Dort befindet sich auch der Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek, die zu den schönsten historischen Bibliotheken der Welt gehört und uns sehr beeindruckt hat.

Wien besitzt weit über 100 Museen mit zum Teil weltberühmten Sammlungen. Das Museumsquartier, das 2001 eröffnet wurde, gehört zu den größten Kulturkomplexen der Welt. In mehr als 40 Einrichtungen, einem Konglomerat an Museen, Galerien und Veranstaltungsräumen, werden klassische moderne und zeitgenössische Kunst und Kultur gezeigt.

Aus dieser Fülle eine Auswahl zu treffen, war mit Rücksicht auf die uns zur Verfügung stehende Zeit, nicht einfach. Zum Besichtigungsprogramm gehört natürlich das strahlende Schloss Schönbrunn, die Sommerresidenz der Habsburger. Von den 1400 Räumen kann man die 40 schönsten besichtigen und bekommt einen Eindruck vom Lebensstil dieser Herrschaften. Auch die barocken Belvedere Schlösser sind repräsentativ. Im Oberen Belvedere ist die landesweit bedeutendste Sammlung österreichischer Kunst zu sehen. Der größte Teil der jährlich fünf Millionen Besucher Wiens kommen in die Stadt wegen ihres Angebots an Kunst und Kultur.

Wer jedoch mehr Unterhaltung sucht, findet sie bei den Vorführungen der Spanischen Hofreitschule; dann im Volks- und Wurstlprater, einem Rummelplatz mit den neuesten Attraktionen, mit Biergarten, Schießbuden und allem was dazu gehört. Das dort befindliche 67 Meter hohe Riesenrad gilt als eines der Wahrzeichen Wiens. Es wurde berühmt als Kulisse für den Thriller „Der dritte Mann“.

Wenn man sich bei seiner weiblichen Begleitung beliebt machen will, lädt man sie ein zu einer Fahrt mit einem Fiaker, einer Pferdekutsche. Sie ist jedoch nicht ganz billig. Man erlebt dabei das Fahrvergnügen, welches unsere Vorfahren durch Jahrhunderte hatten, wenn sie es sich leisten konnten.

Der Besuch eines Kaffees darf natürlich nicht fehlen, um dort, nicht zuletzt die weltberühmte Sachertorte zu genießen. Das Original gibt es nur im Hotel Sacher. Sie dürfte aber in anderen Konditoreien auch sehr gut schmecken. Wer gern einen Schoppen trinkt, fährt am Abend nach Grinzing zu einer der vielen Schankwirtschaften. Wir sind diesmal in Zentrum geblieben und haben im Restaurant Figlmüller das berühmteste Schnitzel Wiens verspeist, ein riesiges Trum Fleisch, eine Spezialität seit 1905.

2012 wurde Wien mit seinen 1,7 Millionen Einwohnern erneut zu der Stadt mit der weltweit höchsten Lebensqualität gekürt. Als Besucher haben wir uns dort auf jeden Fall sehr wohl gefühlt.




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