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Klassentreffen in Sehestedt : Wiedersehen nach vielen Jahrzehnten

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Klassentreffen der Abschlussjahrgänge 1962 bis 1970 der ehemaligen Schule in Sehestedt

Zu einem großen Wiedersehen trafen sich 48 ehemalige Schülerinnen und Schüler der Abschlussjahrgänge 1962 bis 1970 jetzt in Sehestedt. Ihre Schule gibt es zwar nicht mehr, dort ist jetzt der Kindergarten untergebracht, aber die Erinnerungen an die gemeinsame Zeit waren noch wach und wurden in vielen Gespräche wieder lebendig. Beim Kaffeetrinken im Landhaus Sehestedt sei die Stimmung „euphorisch“ gewesen, freute sich die Organisatorin des Treffens, Ulrike Delfs-Wegner aus Walsrode in Niedersachsen.

Anke Hoffmann, die in Eckernförde lebt, erinnert sich noch gerne an das jährliche Vogelschießen. Am ersten Tag standen die Königsspiele und die Proklamation auf dem Programm. Am nächsten Tag folgte der Umzug durchs Dorf, danach eine Kaffeetafel mit Kindertanz in der Dorfgaststätte. Zum Abschluss bildeten alle Schüler und Lehrer einen großen Kreis und sangen gemeinsam „Kein schöner Land“.

Um das Modell der St.-Peter-und-Paul-Kirche, das Schüler im Werkunterricht 1964 gebaut haben, rankten sich viele der Erzählungen. Als es fast fertig war, wollten die Kinder ein Richtfest feiern. „Günter Kopschinski hat den Richtspruch gesprochen und danach ein Glas Malzbier auf dem Fußboden zerspringen lassen“, weiß Ulrike Delfs-Wegner noch heute. Hermann Kuhlmann aus Sehestedt erinnerte seine Mitschüler an einen ihrer Lehrer, der immer sehr aufbrausend war. Wenn die Kinder zu laut wurden, hat er seinen schweren Schlüsselbund auf das Lehrerpult gehauen. Die Schüler erschraken und waren augenblicklich ruhig. Einmal habe der Lehrer sogar mit dem Schlüsselbund nach den Schülern geworfen, berichtete Hermann Kuhlmann. „Aber wir haben uns geduckt und der Schlüsselbund krachte in das Kirchenmodell hinter uns. Das Dach war kaputt.“

In drei Jahren soll das nächste Klassentreffen stattfinden. Dann will Ulrike Delfs-Wegner auch den Abschlussjahrgang 1971 einladen. „Das war die letzte Klasse, die in Sehestedt zur Schule ging.“ 



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