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Eckernförder Zeitung

19. August 2017 | 02:37 Uhr

Wie kommt das Wrack an den Strand?

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Im Internet wird seit einer Woche über die rätselhaften Autoreste am Strand zwischen Altenhof und Aschau diskutiert

Wilde Spekulationen und ausgefuchste Theorien über ein Autowrack an der Steilküste zwischen Altenhof und Aschau kursieren seit einer Woche im Internet. Ist es von einem Frachter gefallen und wurde angespült? Ist jemand über die zugefrorenen Ostsee gefahren und kam nicht mehr zurück? Oder ist es vielleicht doch das fliegende Auto von Harry Potter? Die genaue Antwort scheint bisher keiner zu kennen.

Auf seiner offiziellen Seite im Sozialen Netzwerk Facebook hatte Stefan Heine zu dem Rätsel aufgerufen. Am 12. August schrieb er hier „Strandauto gefunden!“ und stellte ein Bild von dem Wrack dazu. Von den Internetnutzern wollte er nun wissen, um was für ein Auto es sich hier handelt und wie es dort an den Strand gekommen ist. „Die Resonanz war unglaublich. Mehr als 180 000 Menschen haben den Beitrag schon gesehen“, so Heine. Damit hatte der gebürtige Eckernförder nicht gerechnet. In zahlreichen Kommentaren versuchen die Internetnutzer nun, das Rätsel um das Autowrack zu lösen.

Die Frage nach der Automarke war schnell beantwortet. „Ein Ponton Fahrgestell auf jeden Fall 180 - 220. Hatten alle diesen Rahmenkopf. Motor müsste ein Diesel sein“ schreibt Kaschi Fort auf der Internetseite und erntete dafür reichlich Zustimmung.

Entdeckt hatte Stefan Heine das Wrack bei einem Spaziergang mit seinem Sohn. Vor einiger Zeit war er hier an der Steilküste unterwegs und stolperte über das Wrack, dass ihm schon während seiner Kindheit aufgefallen war. Damals hatte er sich noch keine große Gedanken darüber gemacht, wie das Auto dort hingekommen war, doch jetzt möchte er es ganz genau wissen.

Neben dem Aufruf im Internet fragte er auch beim ehemaligen Bürgermeister von Altenhof Hillmar Marohn nach, um der Geschichte des Wracks auf die Spur zu kommen. Diesem war das Auto in der Vergangenheit ebenfalls schon öfter aufgefallen. Marohn hat bereits seine eigene Theorie entwickelt, wie es dort hingekommen ist. „In den 70er und 80er Jahren wurden Pkws aus Eckernförde von russischen Frachtern verschifft. Während der Überfahrt haben die schon die Autos auseinander genommen“, erzählt er. Was man dann nicht brauchte, wurde vielleicht einfach ins Wasser geworfen, so seine Theorie. „Für mich ist das die einzig vernünftige Erklärung. Von der Landseite kommt man da mit dem Auto einfach ganz schwer hin“, sagte er.

Doch Stefan Heine will diese Geschichte nicht so ganz glauben. Naheliegender findet er die Annahme des Internetnutzers Armin Walter. Dieser beschreibt, dass die Ostsee in den 60er- und 70er-Jahren zugefroren war und er selbst beobachtet hat, wie Autos über das Eis gefahren sind. „Ich schätze zumindest einer hat seinen Ausflug über das Eis ohne Auto beenden müssen“, schreibt er in einem Kommentar auf Facebook. Auch Heine kann sich gut vorstellen, dass jemand einfach nicht mehr zurückgekommen ist. „Wenn man die Stelle sieht, an der das Wrack heute liegt, ist das nur logisch. Mit dem Auto kommt man da so nicht einfach hin.“ Doch ganz sicher ist er sich natürlich auch nicht.

Nun hofft Stefan Heine auf die Zeitungsleser. Vielleicht kennt jemand das Wrack aus vergangenen Zeiten und hat eine Idee, wie und wann es dort hingekommen ist. Wer etwas weiß, meldet sich bitte bei der Redaktion unter 04351/9008-1486 oder per E-Mail an redaktion.eckernfoerde@shz.de. Auch auf der Facebookseite von Stefan Heine „ Stefan Heine - der Rätselmacher“ können die Leser ihr Wissen teilen.

 

 

 

 

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erstellt am 21.Aug.2013 | 06:00 Uhr

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