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3. Handball-Liga : Wie gehabt: Hinten hui, vorne pfui

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der TSV Owschlag unterliegt dem amtierenden Meister VfL Oldenburg II mit 24:27. Trainer Rainer Peetz bemäbgelt: „Wir haben die Chance leichtfertig weggeworfen, oben mitzumischen.“

Da war viel mehr drin für die Handballerinnen des TSV Owschlag: Anstatt zwei wichtige Punkte im Kampf um einen Platz im vorderen Tabellendrittel einzusacken, lässt die Mannschaft vor rund 120 Zuschauern in eigener Halle ebendiese liegen. Der TSV muss sich vorerst mit einem Mittelfeldplatz im Klassement der 3. Liga begnügen und sogar aufpassen, nicht auf einen der hinteren Ränge abzurutschen. Gegenwärtig steht das Team mit 5:5 Zählern auf Platz neun der Tabelle.

Gegen den amtierenden Meister VfL Oldenburg II kassierten die Owschlagerinnen am Sonnabend eine extrem ärgerliche 24:27 (10:13)-Niederlage. Nach Ansicht von TSV-Trainer Rainer Peetz hat sich seine Mannschaft dabei zu großen Teilen selbst geschlagen. „Wir haben die Chance leichtfertig weggeworfen, oben mitzumischen. Im Angriff fehlte uns die Souveränität“, schildert der Coach den Hauptgrund für die verlorenen zwei Punkte.

Die Partie glich einem Spiegelbild der bisherigen Saison. Zusammengefasst heißt das: hinten hui, vorne pfui. In der Deckung sind die Owschlagerinnen so hart wie Beton, in der Offensive so weich wie Seide. Sie kriegen den Ball einfach nicht rein. Immer wieder fanden die TSV-Spielerinnen ihren Meister in VfL-Keeperin Madita Kohorst. Einzig die achtfache Torschützin Jill Sievert hatte an diesem Sonnabend ihr Zielwässerchen getrunken.

Peetz: „Uns mangelt es an Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor. Letztlich hat die Abwehr uns im Spiel gehalten.“ Das Problem ist nicht, dass sich der TSV keine Chancen herausspielen würde, vielmehr werden die guten Möglichkeiten weggeschmissen. Dazu passt die hohe Zahl an technischen Fehlern, sodass Torwürfe gar nicht erst zustande kommen und der Gegner zu Kontern eingeladen wird.

Peetz will das Versagen des Angriffs nicht zuvorderst der Jugend seiner Mannschaft zuschreiben, sondern nimmt auch die erfahrenen Spielerinnen in die Pflicht. „Es sind bestimmt nicht nur die Jüngeren, auch die Älteren machen ungewöhnlich viele Fehler“, stellt Peetz fest.

Schon am kommenden Wochenende hat der TSV Owschlag die Gelegenheit, seine Sache besser zu machen. Bewährungsprobe beim Tabellenletzten SFN Vechta. Peetz warnt: „Vechta hat in der laufenden Saison schon gezeigt, dass auch sie ihre Daseinsberechtigung in der 3. Liga haben.“

TSV Owschlag: Fasold, Witt – Ewert (2), Stolley (3/1), Trceziok, Sievert (8/1), K. Rohwer (2), H. Rohwer (2), Lyke, Herklotz, Stachowski, Zadow (1), Peters (6/2), H. Meenke.


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erstellt am 20.Okt.2014 | 06:00 Uhr

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