Start der Sprottentage : Wie ein Fisch im Aquarium

Urlauberin Lia (6) ist über Sprechfunk mit Lars Hoffmeister im Tauchtunnel verbunden. Signalmann Roy Kottisch sorgt für dessen Sicherheit. Er ist sowohl über Sprechfunk als auch über die gelbe Signalleine (siehe kleines Bild) mit dem Taucher verbunden. Mithilfe des gelben Hebesacks zeigt Hoffmeister die Bergung von schweren Dingen, hier zwei schwere Gewichte, je 20 kg schwer.
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Urlauberin Lia (6) ist über Sprechfunk mit Lars Hoffmeister im Tauchtunnel verbunden. Signalmann Roy Kottisch sorgt für dessen Sicherheit. Er ist sowohl über Sprechfunk als auch über die gelbe Signalleine (siehe kleines Bild) mit dem Taucher verbunden. Mithilfe des gelben Hebesacks zeigt Hoffmeister die Bergung von schweren Dingen, hier zwei schwere Gewichte, je 20 kg schwer.

Der Tauchtunnel auf der Hafenmeile ist die Attraktion der diesjährigen Sprottentage. Ein Schnuppertauchen für Interessierte ist kostenlos möglich.

shz.de von
19. Mai 2018, 05:27 Uhr

Lars Hoffmann kommt sich vor wie ein Fisch im Aquarium, das im Zoo steht – und doch fühlt sich der 47-Jährige pudelwohl. Schließlich ist der Sporttaucher in seinem Element – im Wasser. Dass es sich hierbei nicht um die Ostsee oder gar das Rote Meer handelt, ist nebensächlich. Denn in dem Moment ist Lars Hoffmann in dem Tauchtunnel, der in unmittelbarer Nachbarschaft zum Riesenrad steht, die Attraktion auf den diesjährigen Sprottentagen, die gestern begonnen haben.

Das Mitglied der DLRG-Tauchgruppe aus Rendsburg ist zu Demonstrationszwecken in den ehemaligen Seecontainer gestiegen. Rolle vorwärts oder rückwärts sind in dem 9,75 Meter langen und 2,75 Meter breiten Tunnel aus Magdeburg ohne Weiteres möglich. Durch das große Sichtfenster ist der 47-Jährige bestens zu beobachten. Michael Schnurbus, Ressortleiter der Tauchgruppe der DLRG Rendsburg, erklärt das Arbeiten mit Hebeausrüstung, die bei der Bergung von Fahrzeugen im Wasser gebraucht wird: „Immer wieder kommt es vor, dass Autos im Nord-Ostsee-Kanal landen.“ Zwei blaue Gewichte, je 20 kg schwer, werden in den Container gelassen. Der Taucher hat die Aufgabe, die Gewichte einzuschlaufen und mit dem noch geschlossenen gelben Hebesack zu verbinden. Bevor dieser sich blitzschnell mit Luft füllt und die Gewichte in die Höhe zieht, fordert Signalmann Roy Kottisch ihn auf, einen Sicherheitsabstand einzunehmen. Kottisch ist nicht nur über Funk mit seinem Kollegen, der im 22 Grad warmen Wasser schwimmt, verbunden, über eine gelbe Signalleine sorgt er für dessen Sicherheit. Gestern war die DLRG im Tauchcontainer im Einsatz und stellte sich und ihre Arbeit vor. Heute und morgen betreiben das Tauchcenter Eckernförde und der THW den Container, dessen Wassertiefe 2,75 Meter beträgt. Wer sich immer schon mal im Tauchen ausprobieren wollte, hat Pfingstmontag dazu Gelegenheit. Der Tauch-Sport-Club Eckernförde bietet nicht nur Sporttauchen, TEC-Tauchen und Apnoetauchen an, sondern auch Schnuppertauchen.

Beginn ist um 11.45 Uhr, der letzte Tauchgang wird um 17.45 Uhr angeboten. Um Anmeldung unter www.tauchsportclubeckernfoerde.de wird gebeten.

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