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Fussball-Kreisliga : „Wie Celtic gegen die Rangers“

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Osterbyer SV empfängt am Sonntag den SV Fleckeby zum Derby. Für beide Mannschaften ist es ein ganz besonderes Duell in dem es nicht selten hoch her ging. 2012 gab es 16 Gelbe, zwei Gelb-Rote Karten und neun Tore zu bestaunen.

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erstellt am 02.Okt.2014 | 06:00 Uhr

Osterby | Der 10. Spieltag der Fußball-Kreisliga Rendsburg-Eckernförde bietet einen ganz besonderen Leckerbissen. Im Duell zwischen dem Osterbyer SV und dem SV Fleckeby geht es nicht nur um drei Punkte gegen den Abstieg, es ist zudem das Spiel zweier Erzrivalen. „Das ist wie Celtic Glasgow gegen die Rangers. Dieses Spiel ist der Wahnsinn“, versucht Fleckebys Trainer Francois Cassini die Bedeutung des Duells gar nicht erst klein zu reden. Und auch aus Osterby sind ähnliche Töne zu vernehmen. „Es hat einen ganz besonderen Reiz gegen Fleckeby zu spielen. Darüber spricht bereits jetzt das gesamte Dorf“, sagt Osterbys Co-Trainer Andreas Lööck, der erneut den urlaubenden Nico Stocks an der Seitenlinie vertritt.

Die Rivalität der beiden Dorf-Nachbarn geht lange in die Vergangenheit zurück, doch damit können sich beide Teams in der aktuellen Situation nicht beschäftigen. So prestigeträchtig dieses Duell auch sein mag, vor allem geht es um die drei Punkte, denn der OSV und SVF stecken im Abstiegskampf. „Lukas Firley kehrt zurück. Dazu haben wir wieder Henrik Petersen, Lennard Plaga und Mario Marten dabei“, sagt Lööck und fügt hinzu: „Ganz klar, ein Remis reicht uns nicht. Wir stehen unter Druck, denn wir wollen da unten raus und am Ende der Hinrunde vor Fleckeby stehen.“ Lööck erwartet ein hitziges Spiel, in dem beim SVF mit Jens Matthiesen ein ganz wichtiger Offensivmann gesperrt fehlt. „Ich bin sehr kritisch was die Disziplin meiner Spieler angeht“, sagt Cassini, „aber in diesem Fall muss ich Jens in Schutz nehmen. Die Rote Karte gegen Schinkel war völlig überzogen. Das schwächt uns zwar sehr, aber wir werden trotzdem offensiv aufstellen, denn wir wollen das Spiel machen und die drei Punkte holen.“ Für Cassini ist es das erste Derby als Fleckebyer Coach, doch bereits in der Saison 12/13 war er beim Hinspiel in Osterby als Spion dabei, da er bereits das Angebot hatte, in Fleckeby Trainer zu werden. An dieses Spiel erinnert sich auch Lööck noch sehr genau: „Wir haben 5:3 geführt und am Ende gegen neun Fleckebyer noch mit 5:6 verloren.“ Insgesamt gab es 16 Gelbe Karten und zwei Gelb-Rote Karten. Auch das Rückspiel gewann der SVF, wieder gab es einen Platzverweis.

Man muss also kein Hellseher sein, um dem Schiedsrichter eine schwierige Partie vorauszusagen. Donik Ibrahimi vom VfR Eckernförde wird der Unparteiische sein und er ist keinesfalls in Sorge: „Ich gehe mit gemischten Gefühlen in die Partie. Es überwiegt eher die Vorfreude auf so ein Derby, aber im Hinterkopf ist natürlich auch eine gewisse Anspannung vorhanden“, sagt der Schiedsrichter, der sich aber mit seinem Team (Jesper Rieckmann und Durim Ibrahimi) gut vorbereitet sieht. „Es wird hoffentlich alles glatt laufen!“

Weitere interessante Spiele gibt es im Abstiegskampf. Der TSV Karby muss nach dem 0:4 im Derby gegen Waabs nun im Heimspiel gegen die Borussen aus Rendsburg endlich Punkte einfahren. Sonst wird der Abstand irgendwann zu groß. Der Wittenseer SV erwartet im Aufsteiger-Duell die SG BSV/EMTV. Zwar werden die SG-Spieler ihrem Coach Stefan „Bauer“ Truelsen nur zu gerne einen Sieg nachträglich zum Geburtstag schenken wollen, doch der WSV ist gut in Form und würde mit einem Sieg einen größeren Satz nach oben machen. Der TSV Waabs wird es dagegen sehr schwer haben, dem Derbysieg einen weiteren Dreier folgen zulassen. Die Daniel-Elf ist beim ESV II zu Gast, die sich nach der Pleite gegen die SG BSV/EMTV rehabilitieren wollen. „Die Jungs sind heiß“, sagt ESV II-Trainer Töns Dohrn.

Schwere Auswärtsspiele haben der VfR Eckernförde in Audorf und der Osdorfer SV in Jevenstedt vor sich. Für den 1. FC Schinkel muss dagegen ein Heimsieg gegen die SG Felde/Stampe Pflicht sein, soll der Kontakt zur Spitze gehalten oder gar verkürzt werden.

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