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Fritz-Reuter-Schule : Widerstand gegen Aus per Federstrich

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Bürgermeister Jörg Sibbel und der CDU-Landtagsabgeordnete Daniel Günther fordern den Erhalt des Regionalschulteils der Fritz-Reuter-Schule für ein weiteres Jahr. Man müsse der Schule jetzt unter verbesserten Rahmenbedingungen eine Chance geben.

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erstellt am 03.Apr.2014 | 06:48 Uhr

Nach der Auflösungsentscheidung des Schulamtes für den Regionalschulteil der Fritz-Reuter-Schule (siehe gestrige Ausgabe) formiert sich Widerstand in Eckernförde. Die Stadt Eckernförde als Schulträger und der Eckernförder CDU-Landtagsabgeordnete Daniel Günther haben angekündigt, die Entscheidung nicht widerspruchslos hinnehmen zu wollen. Sie wollen sich an das Bildungsministerium wenden und sich dort für eine zeitlich befristete Aussetzung der Auflösungsentscheidung einsetzen. Damit soll der Schule eine faire Chance gegeben und die Möglichkeit eröffnet werden, im nächsten Schuljahr unter deutlich verbesserten Rahmenbedingungen die für eine zweizügige Regional-oder Gemeinschaftsschule erforderliche Zahl von Anmeldungen für die fünften Klassen zu erreichen.

„Wir werden diese Entscheidung nicht einfach hinnehmen“, betonte Bürgermeister Jörg Sibbel gestern gegenüber unserer Zeitung. „Die Fritz-Reuter-Schule hat eine Chance verdient“. Der Bürgermeister verwies auf die Aufbruchstimmung, die die Grund- und Regionalschule nach dem Sanierungsbeginn, dem Mensa-Neubau und der Besetzung der bis dato vakanten Schulleiterstelle erfasst habe. Gerade in dieser Phase, in der das Schulgebäude mit einem Millionenaufwand saniert wird, eine neue Mensa die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördert und auch einer veränderten familiären Situation Rechnung trägt sowie der Berufung von Simon Steinmetz als neuem Schulleiter mache die angekündigte Auflösung des Regionalschulteils zum Schuljahr 2018/19 die damit verbundene Aufwärtstendenz zunichte, sagte Sibbel. „Das werden wir nicht hinnehmen“, zeigte er sich gestern entschlossen, diese in Rendsburg getroffene Entscheidung im Kieler Ministerium anzufechten und möglichst im Sinne der Fritz-Reuter-Schule zu revidieren. Sibbel fordert, der Fritz-Reuter-Schule mindestens ein Jahr Zeit zu geben, um die neue Qualität und die verbesserten Perspektiven auch in konkrete Anmeldungen für die fünften Klassen umzusetzen, die wieder eine Zweizügigkeit erlauben.

„Die Fritz-Reuter-Regionalschule muss weitergeführt werden“, fordert auch der Eckernförder CDU-Landtagsabgeordnete Daniel Günther. „Der von der Landesregierung verhängte Aufnahmestopp und das damit verkündete Ende der weiterführenden Schule müssen aufgehoben werden. Ich fordere die Bildungsministerin auf, die bisherige Entscheidung zurückzuziehen, um der Fritz-Reuter-Schule die Chance zu geben, als weiterführender Schulstandort in Borby bestehen zu bleiben.“ Die Schule habe diese Chance verdient. Es könne nicht sein, dass mit einem Federstrich der Landesregierung alle Bemühungen der Schule für einen qualitativ hochwertigen Unterricht im Sinne der Schüler „für die Katz“ sind. „Die Landesregierung hat mit der viel zu lange verschleppten Besetzung der Schulleitung die kurzfristig schwierige Lage der Schule selbst herbeigeführt“, erklärte Günther. Jetzt habe die Schule mit Simon Steinmetz endlich einen „offiziellen“ engagierten Schulleiter, engagierte Lehrer und begeisterungsfähige Schüler, die mit viel Eigeninitiative ihre Schule gestalteten, „und nun wird mir nichts, dir nichts, das Ende dieser Schule eingeläutet“. Gleichzeitig investiere die Stadt Eckernförde als Schulträger erhebliche Mittel in die Schule und baue eine neue Mensa, um die gebundene Ganztagsschule mit Leben zu erfüllen. „Damit wird die Attraktivität der Fritz-Reuter-Schule gesteigert. In allen Vorjahren wurde die Zweizügigkeit geschafft, und nur weil es in diesem Jahr ein einziges Mal nicht gelungen ist, wird der Schule ein Ende gesetzt.“

Günther: „Die Anmeldungen für das Jahr 2014/2015 müssen wieder zugelassen werden. Erst auf Grundlage der Anmeldezahlen für das Schuljahr 2015/2016 darf neu entschieden werden.“

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