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Eckernförder Zeitung

21. September 2017 | 21:33 Uhr

Wichtige Debatte

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

von
erstellt am 08.Apr.2014 | 11:05 Uhr

Mit dem Thema Nooröffnung lag die Bürgerinitiative richtig, mit ihren Beiträgen nicht immer. Nach sehr informativen Beginn mit zwei äußerst interessanten Vorträgen von Joachim Sebastian und Henrieke Mahrt folgte ein Komplettverriss des von Schwarz-Gelb verabschiedeten Denkmalschutzgesetzes und eine Lobrede auf den neuen Gesetzesentwurf von Rot-Grün-Blau mit der Kernbotschaft eines einheitlichen Denkmalschutzes durch Landeskonservator Michael Paarmann – er bekam großen Applaus, obwohl das Thema mit der Nooröffnung eigentlich gar nichts zu tun hat.

Die Drei hätten in der Pause auch gehen können, denn im zweiten Teil waren sie nicht mehr gefragt oder, wie Paarmann, mangels genauer Kenntnis der örtlichen Infrastruktur „nicht sprechfähig“. Stattdessen gab’s einseitige Kost aus Sicht der Bürgerinitiative. Herbert Kreis ließ von Beginn an keinen Zweifel daran, dass er dieses Projekt für überflüssig hält und zum Scheitern verurteilt sieht. Die alten Pläne, die er an die Wand warf, boten ihm reichlich Angriffspunkte, die allerdings im Laufe der Projektentwicklung schon längst überarbeitet worden sind – was der Redner dann auch hier und da kleinlaut erwähnte. Kreis beschwor Verkehrsstaus, eine blockierte Feuerwehr und bauliche Fehlentwicklungen. Wolfram Splittgerber war da schon diplomatischer und erkannte die Bemühungen der Stadt zur Aufwertung der Innenstadt an, aber die allgemeine Stoßrichtung an diesem Abend war klar: Nooröffnung, nein danke! Diese Botschaft fand zumindest im Saal große Zustimmung.

Die Befürworter der Nooröffnung, von denen es zumindest in der Politik deutlich mehr als Kritiker und Skeptiker gibt, sollten dieses Meinungsbild ernst nehmen und die Lage hinsichtlich Verkehr, Gewerbeansiedlungen und Kostenentwicklung für Wohnraum kritisch würdigen. Aber sie sollten dabei nicht die Zukunftsfähigkeit des Projekts aus dem Blick verlieren.

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