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Jugend im Forsteinsatz : Wetter bringt Waldlager durcheinander

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Jugendliche im Hüttener Forst trotzen Regen mit vielen Aktionen.

Hütten | Die Kinder sind da, die Betreuer sind da, und die Kohten stehen auf dem Lagerplatz im Hüttener Forst. Und dennoch ist es beim diesjährigen Offenen Jugendwaldlager der Waldjugend anders als in den vergangenen Jahren: „Sonst mussten wir darauf achten, dass sich die Kinder mit Sonnenmilch eincremen“, erinnert sich Lagerleiter Oliver Behrmann. In diesem Jahr ging es bisher mehr darum, trocken zu bleiben oder nasse Kleidung und Schlafsäcke wieder trocken zu bekommen. Denn in der ersten Woche machte das Wetter den Betreuern und Kindern einen Strich durch die Rechnung: Es regnete und regnete und regnete.

Die erste Nacht mussten Kinder und Betreuer sogar in der Hütte verbringen – Sturmwarnung. Für die folgenden beiden Nächte konnten dann zwar die Kohten bezogen werden, aber viele Kleidungsstücke und Schlafsäcke wurden nass. Alle Mädchen und Jungen mussten dann in Jurten umziehen – diese Nachtquartiere haben sie beibehalten. Um die Zelte herum wurden kleine Gräben gegraben, die das Wasser abhalten sollen. Lagerfeuer lodern in den Zelten, über die Schlafsäcke werden Planen gelegt, damit sie nicht wieder nass werden. „Die Kinder finden das super“, berichtet der stellvertretende Lagerleiter Lukas Böttger.

Auch das Wochenprogramm musste den Witterungsverhältnissen angepasst werden: Der Besuch im Schwimmbad, der eigentlich gegen Ende des Camps eingeplant war, wurde vorgezogen. Einmal wurden eine Jurte mit Kerzen geschmückt und Geschichten vorgelesen. „Es ist ein bisschen anstrengender als sonst“, berichtet Böttger, „man musste immer neu planen.“ Für Mittwoch hat sich Finanzministerin Monika Heinold im Rahmen ihrer Sommerreise angekündigt. Thema wird das ehrenamtliche Engagement junger Menschen sein. Am Donnerstag ist ein musischer Wettstreit geplant – „wenn das Wetter mitspielt“, gibt Oliver Behrmann zu bedenken.

Wie bei jedem Jugendwaldlager gehören auch in diesem Jahr die Arbeitsgemeinschaften und Forsteinsätze dazu. Bei den Arbeitsgemeinschaften können die Teilnehmer Nistkästen, Freundschaftsbänder, Frühstücksbrettchen und Bumerangs herstellen, trockenfilzen oder an der Survival-Arbeitsgemeinschaft teilnehmen.

Während der Forsteinsätze haben die Kinder die Wege im Wald freigeschnitten. Auf der gemähten Streuobstwiese haben die Jugendlichen beim Abtragen des Grases geholfen. Außerdem wurde der Bach an der Orchideenwiese gesäubert, damit das Wasser besser ablaufen kann. Auch Läutern, bei dem gut gewachsene, vitale Bäume durch Entfernen von Konkurrenten gefördert werden, stand auf der Aufgabenliste.

„Die Stimmung war nie so richtig auf dem Tiefpunkt“, sagt der stellvertretende Lagerleiter. „Das haben wir echt gut gemeistert.“

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