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Eckernförder Zeitung

18. Dezember 2017 | 10:23 Uhr

Jahresempfang : Werben für die Kraft Europas

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

100 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft besuchen den Jahresempfang der Altenholzer SPD / Ulrike Rodust als Gastrednerin

von
erstellt am 03.Feb.2014 | 06:07 Uhr

Als Gelegenheit, Dank zu sagen und sich auszutauschen, aber auch um für die Europa-Wahl am 25. Mai zu werben, nutzten die Altenholzer Sozialdemokraten ihren traditionellen Jahresempfang gestern im Gemeindezentrum. Rund 100 Gäste, darunter Vertreter aus Vereinen und Verbänden im Ort, aber auch Genossen aus der Umgebung und dem Landtag, konnten die Ortsvereinsvorsitzende Karin Pfaff und Fraktionschef Ingo Baasch begrüßen.

Ein ereignisreiches, aufregendes und erfolgreiches Jahr liege hinter der SPD Altenholz, blickte Baasch auf 2013. Die harte Arbeit vor dem Wahlkampf zur Kommunalwahl sei belohnt worden – die Sozialdemokraten wurden zur stärksten Fraktion und holten sechs Direktmandate. Der schönste Lohn aber sei, dass die SPD mit Wolfgang Weiß nach zehn Jahren wieder den Bürgervorsteher stelle. Mit ihm und Carlo Ehrich als Bürgermeister sei es gelungen, Altenholz „wieder in die rote Hand zu bekommen“, machte Baasch deutlich. Es sei eine Freude, in der Fraktion mit einem so engagierten und kompetenten Team zu arbeiten. Allerdings habe die SPD vor Weihnachten erkennen müssen, dass die meisten Stimmen zu bekommen nicht heiße, die Mehrheit zu haben. So hätten die „unsinnigen und verantwortbaren Beschlüsse“ der konservativen Vertreter in der Gemeindevertretung zum Haushalt dazu geführt, dass die SPD dem Zahlenwerk nicht zustimmen konnte. Doch bei aller Diskussion verlören die Politiker niemals den Respekt voreinander, nie werde die Gemeindevertretung zum Schauplatz der Eitelkeiten. Und das möge auch im neuen Jahr so bleiben, sagte Baasch.

2014 werde dann ein erfolgreiches Jahr, wenn nicht nur viele Menschen am 25. Mai ihre Stimme der SPD gäben, sondern überhaupt mehr Menschen von ihrem Wahlrecht Gebrauch machten und wenn die undemokratischen Parteien keine Stimmen erhielten und in der Bedeutungslosigkeit verschwänden, die sie verdienten, machte die Europa-Abgeordnete Ulrike Rodust deutlich. Viele Menschen hätten sich von Europa abgewandt, weil sie glaubten, ihre Sorgen würden dort nicht ernst genommen. Die europäischen Institutionen erweckten manchmal den Eindruck, als wären sie nur für sich gedacht, räumte Rodust ein, die sich selbst als „zutiefst von der europäischen Idee überzeugt“ bezeichnete. Mit Blick auf die verhinderte Privatisierung des Wassers und die Pflöcke für mehr Nachhaltigkeit in der Fischerei, die eingeschlagen werden konnten, mahnte sie, dass es nicht egal sei, wer im europäischen Parlament die Mehrheit habe. Die hohe Jugendarbeitslosigkeit in den südlichen Ländern Europas, Migration, Klimaschutz und Datenschutz sowie das transatlantische Freihandelsabkommen seien Themen, die Europa nur gemeinsam regeln könne. „Wer meint, er könne seine Interessen in der globalisierten Welt durchsetzen, der irrt“, warnte Rodust und spielte damit auf die EU-Gegner an. Ihre Parolen klängen einfach, seien jedoch gefährlich, weil sie den Verlust von hunderttausenden Arbeitsplätzen bedeuteten und Europa in eine Krise führten. In den nächsten Wochen gelte es, den Menschen das „großartige Friedensprojekt Europa, bei dem der Stärkere für den Schwächeren“ einstehe, näher zu bringen und ihnen deutlich zu machen, warum es so wichtig ist. Rodust: „Europa heißt für mich, die großen Probleme des 21. Jahrhunderts gemeinsam zu bewältigen. Diesen Mehrwert müssen wir herausstellen.“

Anschließend dankten Rodust und die Ortsvereinsvorsitzende Pfaff Traute Aldag und Anneliese Kroll für ihre bereits 25 Jahre währende Unterstützung der SPD. Für zehnjährige Mitgliedschaft wurde Sina-Marie Rooswinkel-Weiß geehrt.

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