zur Navigation springen
Eckernförder Zeitung

18. Oktober 2017 | 15:35 Uhr

Neuwahl : Werben für den Jugendbeirat

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Nur fünf Jugendliche bei der Versammlung in der Isarnwohld-Schule / Neuer Termin für die Wahl erforderlich

von
erstellt am 23.Jan.2014 | 06:00 Uhr

Die Voraussetzungen schienen günstig: Die Cafeteria der Isarnwohld-Schule war als Ort für die Jugendversammlung gestern Nachmittag gewählt worden, sie wurde per Brief an Schulen und Einrichtungen der Jugendarbeit, in der Zeitung und auf Facebook angekündigt. Doch nur vier Jungen und ein Mädchen fanden sich zur Wahl des Jugendbeirats ein, die am Ende verschoben werden musste.

Bürgermeister Jürgen Baasch und der Sozialausschussvorsitzende Gerhard Witte waren enttäuscht – mit so einer geringen Resonanz hatten sie nicht gerechnet. Der GTV-Vorsitzende Gunnar Buchheim gab zu bedenken, dass die Einladung möglicherweise zu kurzfristig kam – er hatte sie erst am vergangenen Freitag in der Post. Sandra Spengler von der Arbeiterwohlfahrt (Awo) erreichte sie am Montag. An der Parkschule habe jedes Kind eine Einladung mit nach Hause bekommen, meldeten sich zwei Jungen zu Wort. An der Isarnwohld-Schule fand sich lediglich ein Aushang am Schwarzen Brett, eine Durchsage oder Verteilung der Einladung über die Klassensprecher gab es nicht, ergab die Befragung der Jugendlichen.

Witte sprach sich dafür aus, mit dem kleinen Kreis der fünf Anwesenden an den Start zu gehen und diesen dann später noch zu erweitern. Doch es stellte sich heraus, dass ein potenzieller Kandidat aus Lindau, ein anderer aus Lindhöft kommt – um aber Mitglied des Jugendbeirats zu sein, muss Gettorf Wohnort sein, schreibt die Satzung vor. Ein weiterer Bewerber fiel aus, weil er das Mindestalter von zehn Jahren erst im April erreicht haben wird. So musste die Wahl doch auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.

Dass sie von mehr Erfolg gekrönt sein wird, dafür wollen sich Luisa Kern (16) und Lars Witte (15) stark machen. Luisa, die in ihrer Freizeit unter anderem die G-Jugend im Gettorfer SC trainiert, weiß, dass es wichtig ist, sich als Jugendlicher einzubringen. „Ich möchte mich für die Interessen der Jugendlichen einsetzen, ihre Wünsche aufgreifen und vermitteln“, erklärte die Gymnasiastin. Lars möchte bewirken, dass Gettorf jugendfreundlicher wird. „Das Einzige, was wir für die Jugend haben, ist der Skaterplatz“, sagte er. Ein kleines Kino ist ein Wunsch, der ihm bekannt ist. Und Luisa weiß, dass die jungen Gettorfer einen ansprechenden Treff im Ort vermissen. Beides könnte nach den Vorstellungen von Luisa und Lars mit dem neuen Sportzentrum an der Süderstraße geschaffen werden.

Wenn der Termin für die neue Jugendversammlung feststeht, wollen Luisa und Lars ihre Mitschüler über die Möglichkeiten des Jugendbeirats, etwas zu bewegen, informieren. Dass das nicht einfach wird, ist ihnen bewusst. „Vielen ist Politik völlig fremd, und viele haben auch einfach schon viel vor“, weiß Luisa. Gemeinsam mit Lars steht sie Kindern und Jugendlichen schon jetzt für Fragen zur Verfügung. Über verschiedene Wege wollen sie dann auf die Jugendversammlung aufmerksam machen und für die Teilnahme an der Wahl des Jugendbeirats werben. Der Sozialausschussvorsitzende Witte wird sie dabei unterstützen und hat ein „Ermunterungsgespräch“ mit der Schulleitung angekündigt.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen