WM-Tippspiel : Wer wird Tipp-Weltmeister?

Großer Fan der Flachlandtapire: Dr. Gabriele Ismer hier mit dem künftigen WM-Orakel Tambo (re.) und Jule.
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Großer Fan der Flachlandtapire: Dr. Gabriele Ismer hier mit dem künftigen WM-Orakel Tambo (re.) und Jule.

Die Eckernförder Zeitung richtet Tippspiel zur Fußball-Weltmeisterschaft aus. Es werden Tagessieger und Gesamt-Sieger gesucht. Tapir „Tambo“ aus Gettorf ist WM-Orakel.

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09. Juni 2018, 06:40 Uhr

Weltranglistenerster, amtierender Weltmeister, ein eingespieltes Team – der Weg zum Weltmeistertitel 2018 geht nur über Deutschland. Wer Weltmeister werden will, muss Jogis Männer schlagen. Wer ist dazu in der Lage? Frankreich, Argentinien, Spanien, Brasilien? Ab dem 14. Juni wissen wir mehr, dann spielt Russland zum Auftakt gegen die Saudis, die deutsche Mannschaft greift am 17. Juni gegen Mexiko ins Geschehen ein. Die Eckernförder Zeitung möchte ihre Leserinnen und Leser gerne teilhaben lassen an der WM und bietet ein WM-Tippspiel an. Getippt werden sollen die drei deutschen Vorrundenspiele, anschließend folgen das Achtel-, Viertel- und Halbfinale sowie das Finale am 15. Juli. Das alles hoffentlich mit deutscher Beteiligung. Scheiden unsere Kicker aus, bieten wir in der K.O.-Runde alternativ eine andere Top-Begegnung zum Tippen an, und es warten attraktive Preise auf die jeweiligen Tagessieger und die besten Mitspieler im Gesamt-Ranking (alles Weitere lesen Sie im Info-Kasten).

Begleitend zum WM-Tippspiel werden wir tierischen Sachverstand bemühen. Als WM-Orakel haben wir einen Gast aus Südamerika gewinnen können, der den Ausgang der deutschen Vorrundenspiele sowie der Tippspiele in der K.O.-Runde vorhersagt. Flachlandtapir „Tambo“ aus dem Tierpark Gettorf hat gewissermaßen den Fußball im Blut, sagt Dr. Gabriele Ismer vom Tierpark. „Ursprünglich stammt diese Art aus Südamerika, ihr Verbreitungsgebiet liegt fast komplett in Brasilien.“ Dass Tambo Brasilien noch nie gesehen hat, sondern in Hagenbecks Tierpark geboren wurde, tut der Fußball-Expertise aus Sicht der Biologin keinen Abbruch: „Er ist eben ein junger Mann aus Hamburg. Wir wissen nur nicht, ob er HSV- oder Pauli-Fan ist“, sagt Ismer lachend. Der vierjährige Tapir lebt gemeinsam mit zwei Weibchen im Tierpark Gettorf.

Tapire sind entspannte Gesellen. „Vom Grundcharakter sind sie sehr gechillt – bis die in Wallungen kommen, muss schon sehr viel passieren“, sagt Gabriele Ismer. Das brasilianische Feuer, das ihnen genetisch innewohnen mag, glimmt also nur leicht. Die natürliche Scheu vor dem Menschen, wie bei anderen Wildtieren im Tierpark, sei bei den Flachlandtapiren kaum zu erkennen. Tambo sei besonders zuwendungsbegeistert. Zwar könne man mit der richtigen Kraultechnik jeden Tapir in trance streicheln, aber „das ist bei Tambo sehr ausgeprägt. Dann setzt er sich hin, seine Augen fallen zu und irgendwann lässt er sich auf die Seite fallen.“ Die Verwandten von Pferd und Nashorn sind auch noch ziemlich neugierig. Wer einmal einem Tapir gegenüber steht, wird als Erstes mit dem feuchten Rüssel abgefühlt. Denn: „Tapire sehen nicht besonders gut, dafür arbeiten ihre Nasen umso besser“, weiß Gabriele Ismer.

Der für seine Art zierliche Tambo ist für Gabriele Ismer der ideale Orakel-Kandidat. Denn er ist nicht nur sehr menschenbezogen, sondern wird darüber hinaus bei Futter schwach. Als Lockstoff für Orakel Tambo dient darum seine Leibspeise: Rosinenbrot und Bananen. Bei diesen Leckereien kann der Flachlandtapir nicht widerstehen.

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