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Eckernförder Zeitung

21. Oktober 2017 | 15:09 Uhr

Wer sich viel bewegt, beugt der Arthrose vor

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Vortrag von Chefarzt Dr. Steffen Oehme über die Volkskrankheit Gelenkverschleiß, die mit zunehmendem Alter nahezu alle Menschen betrifft.

Wie an jedem zweiten Mittwoch im Monat so bot auch diesmal die Imland-Dialogreihe einen Vortrag an, der sich besonders an den Themenwünschen der Bevölkerung orientierte. Mit „Arthrose – vorbeugen und heilen“ wurde Wissen zu einem Problem vermittelt, das über kurz oder lang jeden betreffen kann. Dr. Steffen Oehme, Chefarzt des Gelenkzentrums an der Eckernförder Imland-Klinik, stellte zu Beginn seines sehr gut besuchten Vortrags klar: „ Die Arthrose, das heißt, der Gelenkverschleiß, ist eine Volkskrankheit. Unsere Gelenke sind von Natur aus auf Verschleiß angelegt. Man kann aber arthrosebedingten Beschwerden bei Zeiten gegensteuern.“

Bei Hüften, Knien, Handgelenken, Fingern treten Beschwerden besonders häufig auf. Durchschnittlich ab 45 Jahren kennen rund fünf Millionen Menschen in Deutschland arthritische Schmerzen: Die Knorpel zwischen den Gelenkknochen verschwinden nach und nach, es knackt und reibt, schnell entstehen Reizentzündungen. Stoßen schließlich die Knochenflächen aufeinander, kommt es zu schmerzbedingten Bewegungseinschränkungen, knöchernen Randanbauten (z.B. bei Fingern) und Schwellungen. Daraus folgende Fehlbelastungen können Muskelverspannungen und Schmerzen in anderen Körperteilen zur Folge haben, zum Beispiel im Rücken. Ist es erst so weit gekommen, kann nach Anamnese/Bildgebung operiert werden, stehen Gelenkprothesen zur Verfügung, und mit heutiger Technik gelingen sogar minimal invasive Operationen.

Bevor es jedoch dazu kommt, lässt sich vorbeugen – vor mit allem ausreichend Bewegung. Wandern, Walken, Schwimmen halten fit, sorgen für eine Bewässerung der Knorpel, halten sie gesund, bremsen den Abbau. In fortgeschrittenem Stadium der Arthrose lässt sich mit Schmerzmitteln und Hyaluronsäure eine Funktionsbesserung der Gelenke erreichen. Schließlich sei es „Therapieziel, so lange wie möglich ein Fortschreiten der Arthrose auszubremsen“, so Dr. Oehme in seinem reich bebilderten Vortrag. Bei Arthrose sei eine Stimulation der Gelenke durch regelmäßige Bewegung das A und O. So werden Nährstoffe aus der Gelenkflüssigkeit von den Knorpeln aufgenommen.


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