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Heimatforscher fragen Zeitungsleser : Wer kennt Kamerun und Klub Central?

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Heimatgemeinschaft Eckernförde und die Eckernförder Zeitung suchen Antworten auf Fragen ungeklärter historischer Zusammenhänge.

Bei ihrer kulturhistorischen Forschungsarbeit stoßen Bürger aus Eckernförde und dem Altkreis Eckernförde immer wieder auf historische Bauten, auf Denkmäler und Bilder, die sie nicht deuten können. Die Eckernförder Zeitung druckt in einer unregelmäßig erscheinenden Serie Fotos von solchen Objekten ab, die die Heimatgemeinschaft Eckernförde und deren Arbeitsgemeinschaft Foto-Dokumentation aus ihrem Bestand herausgefiltert haben. Die Leserinnen und Leser werden gebeten, bei der weiterer Recherche über bestimmte Hintergründe und Details unterstützend tätig zu werden: Wer etwas zu Ursprung, Inhalt, Alter, ehemaligem Standort und anderen Aspekten der abgebildeten Motive beitragen kann, wird gebeten, diese Informationen der Heimatgemeinschaft (Barbara Schäfersküpper Telefon 04351/ 85427 oder 04351/907366) mitzuteilen.


Kamerun in Eckernförde



Ein Stadtplan von 1930 dokumentiert an der Süderhake eine Parkanlage, die im Volksmund „Kamerun“ genannte wurde. Erkennbar sind Wege, ein Teich, ein angelegter Platz mit „Säule“. Damals führte der Schulweg bis in diesen Park. Stadtforscherin Cäcilie Dronske hat den Park erwandert und als einen von Wildschweinen durchwühlten Sumpf vorgefunden. Entdeckt wurde auch die einst den Platz schmückende Säule, wahrscheinlich von der italienischen Terrazzo-Firma Giuseppe Santus geschaffen.

Die AG „Foto-Dokumentation“ der Heimatgemeinschaft sucht weitere Einzelheiten zu „Kamerun“. Wer von den ältesten Eckernfördern kann sich noch an den Park erinnern? Wie waren die Wege und der Teich angelegt? Wie war die Säule gestaltet, hatte sie eine Inschrift, einen Sockel, eine Bekrönung? Das Foto zeigt den früheren Vorsitzenden des Kleingärtnervereins Johannes „Hanni“ Weidemann an der Säule.



Eckernförder Schummer Klub



In einem Stabsgebäude im Kranzfelder Hafen hängt das holzgeschnitzte Bild eines U-Bootes von 1915. Das Denkmal war ursprünglich über dem Rundbogen-Tor am Durchgang Rathausmarkt – St. Nicolai platziert und sollte die Bürger zu Spenden für die deutsche Armee im Ersten Weltkrieg ermuntern. Wer spendete, durfte einen Nagel in „De Isern Düker“ (der Eiserne Taucher) einschlagen. Zu den vielen Einzelspendern gesellten sich 85 Innungen, Vereine, Clubs, Schulen, Logen und andere, die sich auf kleinen Plaketten rund um das U-Boot-Bild verewigten. Die AG „Foto-Dokumentation“ der Heimatgemeinschaft analysiert derzeit die dort genannten Gruppen und erstellt damit eine Art Ahnen-Galerie der Bürgergruppen um 1915 in Eckernförde und Umkreis. Zu den Stiftern von Plaketten, die noch nicht voll erschlossen werden konnten, gehören der „Allgemeine Bildungsverein Eckernförde-Borby“ oder die „Schule Jordan“ (beide im Bild), ferner ein „Detaillistenverein“, ein „Klub Central“ und der „Eckernförder Schummer Klub“. Über Informationen hierzu freut sich die AG.

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