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Treffen, Information, Austausch : „Wer hier tauchen kann, kann überall tauchen“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Erste Tauchertage Nord in Surendorf werben für Ostsee als reizvolles Tauchrevier. Neue Techniken zum Ausprobieren.

Surendorf | Tauchen. Dabei denkt der Laie zunächst an die Karibik, die Malediven oder Ägypten, jedoch nicht unbedingt an Schwedeneck. Dass diese Denke nicht zutreffend sein muss, wurde bei den ersten Tauchertagen Nord am Wochenende in Surendorf klar, die Adrian Werner, Inhaber der Tauchschule Scubalu, zu der das Tauchparadies Schwedeneck gehört, ausrichtete.

Werner, seit 27 Jahren leidenschaftlicher Tauchlehrer, hatte das Tauchparadies im vergangenen Jahr von seinem Vorgänger übernommen. Hintergrund, die Tauchertage zu initiieren war es, sowohl Taucher untereinander in lockerer Atmosphäre zum „Fachsimpeln“ einzuladen, als auch den Kontakt zu Herstellern von Tauchausrüstungen und Zubehör zu knüpfen, um mit diesen Erfahrungen auszutauschen. „Die Hersteller beziehungsweise deren Außendienstmitarbeiter haben das nötige Know-how und das Hintergrundwissen zu ihren Produkten, können diese den Interessierten besser erläutern“, so Werner. Und so war neben einem Neopren-Service, der Änderungen und Reparaturen an den Tauchanzügen bietet, auch der Hersteller eines relativ neuartigen rückenschonenden Pressluftflaschen-Systems vertreten, das ursprünglich aus der Höhlenforschung stammt und seit gut zwei Jahren immer populärer unter Tauchern wird. Auch Scooter, mit denen sich der Taucher unter Wasser mittels eines Propellers fortbewegen kann, oder Unterwasserbeleuchtungen sowie komplette Unterwasserkamera-Systeme inklusive Blitz konnten in Augenschein genommen werden. Wer von den Besuchern wollte, konnte auch relativ kurzfristig vor Surendorf abtauchen – wobei allerdings die Gefahr bestand, dass es „Klick“ machte. Denn, so Tauchlehrer Werner, die meisten derer, die einen Schnupperkursus belegen, bleiben dabei – insbesondere auch die anfangs skeptischen.

Das war das zweite Ziel der Tauchertage, neue Kunden und Schüler zu gewinnen. Denn bei aller Liebe zum Beruf – auch ein Vollblut-Tauchlehrer muss davon leben können. Ebenso wichtig ist Adrian Werner aber zu sehen, wie sich die Schüler nach und nach entwickeln. „Das ist eine tolle Bestätigung“, fügte er hinzu. Auf die Frage, was das Tauchen in der Ostsee so reizvoll macht, sagte er, dass es das Leben in der Ostsee ist - von Krebsen über Seesterne bis hin zum Dorsch. „Wer hier einen Dorsch sieht, der spricht darüber. In Ägypten beispielsweise ist es ganz natürlich, da werden Fische erwartet. Das Erlebnis hier wird höher bewertet als anderswo“, so Werner.

Auch Angeline Schulz, die seit einem Jahr tauscht, und Sven Seidel, der seit 2007 dabei ist, hat es die Ostsee angetan. Auch wenn Sven Seidel Ägypten als Tauchrevier bevorzugt, möchte er die Ostsee nicht missen. „Das Faszinierende ist, dass es das eigene Gewässer ist, unsere Natur, unsere Tiere“, so Seidel, der zudem betont, dass die Ostsee mit ihren Strömungen und Wellen ein recht anspruchsvolles Tauchrevier ist. Und weiter: „Wer hier tauchen kann, kann überall tauchen“. Auch Angelina Schulz taucht gerne in der Ostsee, auch wenn sie von der vollkommen anderen Sicht bei einem Tauchgang in den Sommerferien in Kroatien überwältigt war. „In der Ostsee kann man teilweise gerade mal einen Meter weit sehen, dort in Kroatien hatte man 20 bis 30 Meter Sicht, das war unbeschreiblich“, sagte sie und tauchte zusammen mit Sven Seidel ab, in der Ostsee vor Surendorf.

>Infos: www.scubalu.de

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