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Plattdeutsches Theater : Wenn Klärchen auf dem Himmelbett landet

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Theatergruppe Neuwittenbek bringt das plattdeutsche Stück „Heinrich und dat Etablissement“ auf die Bühne.

Gettorf | Es wird gehämmert und gesägt. Die Brüder Karl-Werner, Hubert und Bernhard Seifert legen sich ordentlich ins Zeug. Die Bühne in der alten Scheune auf dem Hof Radbruch in Neuwittenbek muss für die Proben des neuen Stücks so schnell wie möglich fertig werden. Für diese Spielzeit hat sich die Theatergruppe Neuwittenbek mit dem plattdeutschen Stück „Heinrich und dat Etablissement“ eine Komödie in drei Akten von Carl Slotboom, ausgesucht. Die plattdeutsche Übersetzung stammt von Klaus Hillen. Premiere ist am Freitag, 11. März.

Zum Stück sei nur soviel verraten: Weil die Geschäfte nicht so gut gehen, beschlie-ßen die Prostituierten Babsy (Melanie Gamm) und Uschi (Sabine Rahn) eines ihrer Zimmer zu vermieten. Als der naive Bauer Heinrich Engelmann (Jürgen Detje) das Zimmer nimmt, trauen sich Babsy und Uschi nicht zu sagen, was für einen Beruf sie ausüben. Sie erklären ihm, sie seien Physiotherapeutinnen. Als Kunden (Wolfgang Kaiser und Bernhard Seifert) kommen und Heinrich begegnen, wundert sich dieser. Inzwischen ist Heinrichs Verlobte Klärchen (Birgit Vespermann) mit ihrer Mutter (Elisabeth Stein) angekommen. Die beiden mieten ebenfalls ein Zimmer in dem Haus, weil die Mutter glaubt, Heinrich müsse hier wohnen. Ein Kunde von Uschi denkt, dass Klärchen ebenfalls eine Prostituierte ist und landet mit ihr auf dem Himmelbett. Da ist die Verwirrung komplett.

Toseggersch ist Ingrid Kaiser, um die Maske kümmert sich Heidi Kleinschmidt. Im Dezember haben sie angefangen die Texte zu lesen, seit Januar auf dem Schulboden das Stellungsspiel geübt, ab heute soll auf der Bühne geprobt werden. „Der Ablauf, die Handlung, das muss noch besser werden“, weiß Elisabeth Stein. Sie ist seit fast 60 Jahren dabei und hat bis heute Spaß am Theaterspielen. Wo die Theatergruppe sonst oft Bauernkomödien spielen, ist es diesmal ein moderneres Stück in einer ganz anderen Kulisse. „Die Leute aus dem Dorf haben mit Möbeln und anderen Utensilien geholfen“, erzählt Elisabeth Stein. „Das finde ich ganz toll.“ Auf die Aufführungen freuen sich alle. Vielleicht lässt sich dabei ja auch der eine oder die andere neue Mitspielerin gewinnen. Denn Nachwuchs wird dringend gesucht. Karten gibt es allerdings keine mehr. „Aber wir haben noch niemanden abgewiesen“, verrät Jürgen Detje. Mit Glück seien an den jeweiligen Spielterminen noch Plätze zu bekommen.

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