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Gut Uhlenhorst : Wenn Hund und Herrchen golfen gehen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Im Golfclub Gut Uhlenhorst sind Vierbeiner auf den Bahnen erlaubt. Die Resonanz auf das Angebot ist positiv.

Dänischenhagen | Wenn Marco Diekmann seine Golftasche packt, fehlt der orangene Gummiball genauso wenig wie eine Handvoll Tüten und ein Trinknapf – Labrador George begleitet Herrchen auf seine Runden über den Golfplatz am Gut Uhlenhorst. Es ist die einzige Anlage in der Region, auf der Vierbeiner willkommen sind.

Der Kieler Arzt geht bei jedem Wetter golfen. „Der Hund muss eh raus“, sagt er. Den Auslauf für George mit dem Sport zu verbinden, den er seit sieben Jahren betreibt, ist für ihn eine ideale Lösung. „Es ist wie ein Spaziergang in einem gepflegten Park“, findet Diekmann. Dabei kann er allein oder auch in einem Flight mit Freunden und Kollegen aktiv sein. „Golf ist ein schwieriger Sport – nicht körperlich, aber mental“, erklärt der Mediziner. „Du brauchst Konzentration über vier Stunden bei einer 18-Loch-Runde.“ Außerdem lehre dieser Sport Demut. Diekmann: „Es gibt Tage, da denkst du, du bist der Beste. Und am nächsten Tag ist es, als hättest Du noch nie gespielt.“ Als ehemaliger Handballer schätzt er außerdem die geringe Verletzungsgefahr auf dem Grün und die Tatsache, dass jeder bis ins Alter golfen kann.

Um George mitnehmen zu können, musste der als Junghund nicht nur die gängigen Kommandos wie Sitz, Platz und Fuß lernen. Der Befehl Tasche signalisiert dem heute dreijährigen Labrador, dass er am Golfbag von Herrchen warten soll. Auch hat er gelernt, die Spieler zu lesen: Wer einen Schläger in der Hand hält und sich an einem Punkt konzentriert, ist für George ein deutliches Signal, sich abseits hinzulegen. Wenn Herrchen den weißen Ball in die Luft befördert hat, ist seine Belohnung fällig: der orangene Gummiball fliegt übers Grün und wird von dem braunen Kraftpaket zurück zum Werfer gebracht. Frei laufen dürfen Hunde auf dem Platz nicht – eine zehn Meter lange Flexi-Leine sorgt für den nötigen Freiraum. Die nicht gerade leichte Golftasche, Leine, Hund und Ball zu koordinieren, hält Diekmann ganz gut auf Trab. Aber der Aufwand ist ihm als Ausgleich zur Arbeit wert. Entspannung findet er anschließend auf der Terrasse im Kreise der Mitspieler und Freunde, die er im Club gefunden hat. Beschwerden über den vierbeinigen Begleiter hat es noch nie gegeben. „Die Mehrzahl der Mitgolfer freut sich, George zu sehen“, weiß Diekmann.

Ursprünglich sei der Golfsport immer mit Hunden ausgeübt worden, erklärt Victoria Sindt, deren Eltern den 27-Loch-Platz nebst Neun-Loch-Kurzplatz vor 25 Jahren am Gut Uhlenhorst von Golfarchitekt Donald Harradine haben anlegen lassen. „Wir haben selbst zwei Hunde und wissen, wie traurig sie zuhause sitzen, wenn man ohne sie rausgeht“, merkt Victoria Sindt weiter an. „Warum soll man erst golfen gehen, um dann später noch mit dem Hund zu spazieren, wenn man beides miteinander verbinden kann.“ Es gebe sogar ein Turnier für Hundefreunde, den so genannten HuGo-Cup. Bei der bundesweiten Charity-Turnierserie können Golfer mit Hund, aber auch hundefreundliche Golfer ohne eigenen Hund an den Start gehen. Auch auf Uhlenhorst habe es das schon einmal gegeben, sagt Victoria Sindt. Wiederholung? Nicht ausgeschlossen.

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erstellt am 20.Aug.2014 | 06:00 Uhr

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