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Körpertraining auf dem Wasser : Wenn die Yoga-Matte schwimmt

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Angebot der Wassersportstation erweitert / Bürgermeister: Vielfalt wichtig für die weitere Entwicklung Strandes

Strande | Sie ist viel herumgekommen in der Welt, hat in verschiedenen Berufen gearbeitet. Doch bei allen Veränderungen gibt es eine Konstante im Leben von Marita Hamann. „Yoga ist die zuverlässigste Freundin, die man haben kann“, sagt die sportliche Frau. Seit einem Jahr ist sie in Strande zuhause, wo sie anderen Menschen nicht nur am Strand dazu verhilft, Kraft zu tanken und ihre Mitte zu finden, sondern auch auf dem Wasser.

Das weiße Brett schimmert in der Sonne. Marita Hamann hat es mit einem kleinen Anker auf einer Sandbank in Position gebracht und konzentriert sich auf ihre Übungen. Hinter ihr ziehen Surfer und Segler vorbei, mit noch mehr Abstand große Traditionssegler und Kreuzfahrer. Kaum zu glauben, dass das Strande und nicht die Karibik ist. Dort hat Marita Hamann, ursprünglich gelernte Krankenschwester, in jungen Jahren auf Schiffen gearbeitet. Nach ihrer Rückkehr machte sie eine Ausbildung zur Touristikfachfrau. Yoga lief anfangs nur nebenbei, erzählt sie bei einer Pause im aufgeheizten Sand. Bis Kollegen sie darauf brachten, ein Studio zu eröffnen. Das hatte sie einige Zeit, musste aber feststellen, dass es sich schwer mit ihrer Sehnsucht nach der Ferne vereinbaren lässt. Eine Arbeitsstation auf einer Kakaoplantage in Costa Rica ließ sie eintauchen in den Lebensstil an der karibischen Küste. „Das war inspirierend für die Zukunft“, sagt die Stranderin.

Sie entdeckt Pilates für sich und erkennt in dem systematischen Ganzkörpertraining eine ideale Ergänzung zum Yoga. In ihren Kursen führt sie beides zusammen und findet mit Yogilates großen Zuspruch. Als im Frühjahr nach ihrer Rückkehr von Hawaii in Strande die Wassersportstation eröffnet, zögert die Surferin nicht lang und bringt Yoga auf das Brett, mit dem es eigentlich zum Stand-up-Paddeling (SUP) aufs Wasser geht. „Ein Freiheitsgefühl, Unabhängigkeit stellt sich ein. Es fühlt sich an, als wäre man auf dem Brett unerreichbar“, beschreibt Hamann. Das sei sehr meditativ. Doch müsse man sich der Natur anpassen – mit jeder Welle wird das Körpergefühl gefordert. „Yoga auf dem Board schult auch die Achtsamkeit“, weiß die Kursleiterin und fügt mit einem Lachen hinzu: „Man geht auch mal baden.“ Menschen, die etwas für ihre Rückenmuskulatur tun möchten oder Probleme mit ihren Knien haben, kann sie SUP-Yoga besonders empfehlen.

Bürgermeister Dr. Holger Klink begrüßt es, dass die Vielfalt des Angebots an der Wassersportstation weiter zunimmt. Seit dem Start von Nordwind Wassersport in Strande habe er durchweg positive Rückmeldungen erhalten, und er sei überzeugt, dass die Station auch in der Saison 2015 wieder dort sein werde. Die Entwicklung, die für Strande außerordentlich wichtig sei, werde man im Gespräch mit den Anwohnern weiter verfolgen, so Klink.

Wer Lust hat, das Körpertraining auf der schwimmenden Yoga-Matte einmal auszuprobieren, ist sonntags um 11 Uhr an der Nordwind-Wassersportstation in Strande willkommen. Von 9.15 bis 10.15 Uhr läuft Beach-Yogilates für alle, die sich vorab auf die Übungen einstimmen möchten, was jedoch nicht zwingend erforderlich ist. Ein Einstieg ist jederzeit möglich. Nähere Infos und Anmeldung bei Marita Hamann unter Tel. 04349/ 91 58 13 8, www.yogaundpilatesurlaub.com.


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erstellt am 07.Aug.2014 | 06:07 Uhr

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