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Groß Wittensee : Wenn die Sparkasse schließt, soll ein Dorftreff öffnen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die mobile Sparkassenfiliale macht ab Mai Station in Groß Wittensee . Gemeinde erwägt Kauf des Gebäudes als künftigen Bürgertreff

von
erstellt am 14.Feb.2014 | 08:00 Uhr

Die Sparkasse verlässt die Gemeinde Groß Wittensee noch in diesem Jahr (wir berichteten. Zumindest die Filiale in der Hauptstraße wird im Mai schließen. Ersatz bietet eine mobile Filiale, die regelmäßig im Ort hält. Der 14-Tonner-Truck ist etwa 14 Meter lang und 2,50 Meter breit. „Wir wollen unseren Kunden eine vollwertige Filiale mit Selbstbedienungsgeräten, Servicebereich sowie einem diskreten Beratungsraum für vertrauliche Gespräche bieten“, erläuterte Ulrich Boike, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Förde Sparkasse, schon vor einem Jahr das Konzept. So solle das mit Abstand dichteste Filialnetz in der Region auch künftig aufrecht erhalten werden.

Die Haltestelle der mobilen Filiale soll beim Getränkemarkt Blunck in der Damendorfer Straße eingerichtet werden. Dort soll der Bus zweimal in der Woche Station machen.

Nach Bekanntwerden der Schließung bereits vor einem Jahr, hat die Förde Sparkasse in einer Presseerklärung versichert, dass die bestehende Bargeldversorgung, sprich der Geldautomat, in der Gemeinde erhalten bleibt.

Wie Dirk Thode außerdem mitteilte, werden die vertrauten Gesichter bleiben. Die Mitarbeiter der Filiale würden also auch in dem „Bank-Truck“ als Ansprechpartner für die Kunden tätig sein.

Der Auszug der Sparkasse könnte aber zugleich auch eine Chance für die Gemeinde sein, das Gebäude selber zu nutzen. Daher hatte der Vorsitzende des Ausschusses für Jugend, Kultur und Sport, Nico Glück (SPD) Vertreter der Gemeinden in dieser Woche zu einer Sitzung gelanden, um Möglichkeiten der Nutzung zu besprechen. Verantwortliche der Volkshochschule, des DRK, des Sportvereins, des Angelvereins und des Siedlerbundes zeigten Interesse an den zusammen rund 110 Quadratmeter großen Räumen. „Ein Bürgertreff fehlt der Gemeinde“, sagte Nico Glück, das hätte auch der Workshop anlässlich des Masterplans Daseinsvorsorge im vergangenen Jahr gezeigt. Bei dem Treffen vor knapp einem Jahr, an dem rund 50 Bürger teilnahmen, wurde das Fehlen einer Bürgerbegegnungsstätte, eines zentralen Punktes für Jung und Alt, bemängelt. Auch ein Übungsraum wurde auf die Wunschliste gesetzt. Bislang nutzen die Vereine die Räume der Schule für ihre Kurse und Aktivitäten.

Über den Kaufpreis und Kosten für einen Umbau des Gebäudes konnte Nico Glück noch keine Angaben machen. Das werde Thema beim nächsten Bau- und Finanzausschuss sein. „Wir lassen derzeit prüfen, ob sich in dem Gebäude ein großer Raum herstellen lässt“, sagte Bürgermeister Jochen Arp (CDU) auf EZ-Nachfrage


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