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Krippenspiel in der Kirche : Wenn die Mutter im Engelschor singt

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Traditionell führen die Eltern der kirchlichen Kitas die Weihnachtsgeschichte auf. Wieder zahlreiche Besucher im 17. Jahr .

Gettorf | Gut gefüllt mit jungen Familien war die Kirche, als die Eltern der Evangelischen Kindertagesstätten am 4. Advent zum 17. Mal in Folge ihr Krippenspiel in der St.-Jürgen-Kirche aufführten. Die Kita-Leiterin Cristina Gerth hatte das Spiel ausgesucht, oer besser, aus zwei vorhandenen Spielen ein neues geschrieben und die passenden Lieder dazu ausgesucht. Seit Anfang November hatte sie das Krippenspiel mit den Eltern und einer Erzieherin eingeübt. Über mangelnde Beteiligung konnte sie sich nicht beklagen. Wer einmal mitgespielt hat, spielt solange mit wie die eigenen Kinder die Kita besuchen, so Gerth.

Im diesjährigen Spiel waren nicht nur die biblisch verbrieften Beteiligten an der Weihnachtsgeschichte – Maria und Josef, die Hirten und die Weisen aus dem Morgenland – dabei, sondern auch ein Bote von Kaiser Augustus und zwei Räuber. Die Weisen aus dem Morgenland traten als Könige Caspar, Melchior und Balthasar auf. Und überhaupt war manches ein bisschen anders, als in den Evangelien nach Lukas und Matthäus, aber es hätte genauso gewesen sein können.

Auf der Suche nach einer Herberge kommen Maria und Josef zuerst zu den Hirten und fragen sie nach dem Weg nach Bethlehem. Diese weisen ihnen zwar den richtigen Weg, wissen aber sehr genau, dass sie vor Einbruch der Dunkelheit nicht mehr ihr Ziel erreichen, und vor allem bestimmt kein Quartier mehr finden werden. Ihre Lebensmittelvorräte verstecken sie sicherheitshalber vor den beiden, denn sie sind selber arm. Auf ihrem weiteren Weg werden Maria und Josef von zwei Räubern beobachtet, die sich überlegen, die beiden zu überfallen. Irgendetwas hält sie aber dann doch zurück und sie behelligen die beiden nicht. Maria und Josef kommen trotz Dunkelheit in Bethlehem an und finden keine Herberge. Eine Wirtin bietet den beiden schließlich den etwas außerhalb der Stadt gelegenen Stall ihres Bruders an und bringt die beiden dort hin. Parallel dazu beobachten die drei Weisen den Sternenhimmel und machen sich auf den Weg. Auch sie werden von den Räubern entdeckt. Nachts schleichen sie sich an, doch da bellen plötzlich viele Hunde. Denn ein Drittel der Krippenspielbesucher hat die Aufgabe Hund zu spielen und auf Kommando zu bellen. Die Räuber ergreifen die Flucht, denn mit Hunden hat einer der beiden kürzlich erst schlechte Erfahrungen gemacht. Ein neuer Plan wird ausgeheckt. Die Räuber wollen sich am Tag darauf als Helfer bei den drei Weisen andienen, ihnen das Gepäck tragen. Doch die geben ihre Geschenke für das Kind nicht aus der Hand, erlauben ihnen aber sie zu begleiten. Die Räuber versuchen die Weisen durch den Wald zu locken um ihnen in der Nacht ihre Schätze abzunehmen. Doch die Weisen folgen dem Stern, lassen sich nicht vom Weg abbringen. Am Ende sind sie alle an der Krippe vereint: Die Hirten, die Weisen und die Räuber. Die Geburt Christi hat auch die Räuber verändert – das ist die Botschaft.

 

 

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