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Schnelle Hilfe : Wenn die Ausbildung Probleme macht

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Michael Lehmann von der Regionalen Ausbildungsbetreuung hilft bei Schwierigkeiten in der Lehre. Sein Angebot reicht von Gesprächen bis zur Konfliktmoderation.

shz.de von
erstellt am 14.Dez.2016 | 06:07 Uhr

Eckernförde | Die Adventszeit ist die Zeit der Besinnung, und viele Auszubildende nehmen das ernst. Denn für sie endet jetzt die Probezeit, und sie fragen sich, ob ihre Berufswahl die richtige war. In den meisten Fällen sind sie mit ihrer Wahl zufrieden, doch manchmal hakt es. Für diese Fälle gibt es die Regionale Ausbildungsbetreuung des Vereins Umwelt-Technik-Soziales (UTS) in der Kieler Straße 35. Dort arbeitet Michael Lehmann mit Auszubildenden an ihren Problemen.

So auch mit Jannis Schnack. Nach der Fachhochschulreife entschied er sich für eine Ausbildung zum Elektroinstallateur. Doch nach einiger Zeit bekam er Zweifel: War es das, was er wirklich wollte? „Ich bin aus Bequemlichkeit dabeigeblieben“, sagt der 19-Jährige heute. „Ich dachte, wenn ich abbreche, bin ich irgendwie feige.“ Doch die Zweifel blieben. Über seinen Vater kam er auf Michael Lehman von der Regionalen Ausbildungsbetreuung, die im gesamten Kreisgebiet tätig ist.

„Das erste Gespräch verläuft immer ähnlich“, sagt Lehmann. „Der Jugendliche muss erst einmal herausbekommen, was er überhaupt möchte.“ So auch Jannis Schnack. Er wollte im Betrieb bleiben, doch nach einiger Zeit wurde klar, dass das Interesse nicht groß genug war. Also stellte sich nach einem Jahr im Betrieb die Frage nach einer alternativen Berufsausbildung. Im Gespräch mit Michael Lehmann erinnerte sich der 19-Jährige an ein Praktikum, das er vor Jahren bei der Eckernförder Digitaldruckerei und Werbetechnik-Firma „druckpunkt“ absolviert und das ihm gut gefallen hatte. Dort fragte er nach einer Ausbildung zum Mediengestalter – mit Erfolg. „Aktiv hätte ich nicht nach einem Auszubildenden gesucht“, sagt druckpunkt-Betreiberin Christine Meyer. Aber wie Jannis Schnack seine Situation meisterte, beeindruckte sie. Beide haben den Schritt nicht bereut.

Damit hat Michael Meier einen von über 100 Jugendlichen im Jahr erfolgreich unterstützt. „Meistens sind zwischenmenschliche Konflikte die Ursache für Probleme“, sagt er. „Da ist es wichtig, wieder eine Gesprächskultur aufzubauen.“ Zwei Drittel aller Jugendlichen würden anschließend im Betrieb bleiben.

Die Anfrage bei Michael Lehmann kann von den Auszubildenden, aber auch von Betrieben, Behörden, Berufsschullehrern oder den Eltern kommen. Sein Angebot reicht von Gesprächen über Konfliktmoderation und Hilfe beim Wechsel des Ausbildungsbetriebes bis hin zur Unterstützung bei persönlichen Problemen.

>Michael Lehmann von der regionalen Ausbildungsbetreuung ist erreichbar unter Tel. 0162-4047912.

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