zur Navigation springen

Seit 50 Jahren : Wenn der Sport für die Gesundheit unerlässlich ist

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Sportverein für Gesundheit und Rehabilitation (SGR) feiert 50-jähriges Bestehen. Im Blickpunkt stand auch die engagierte Maren Iwersen, die seit 25 Jahren dem Vorstand angehört und früher sehr viele Gruppen geleitet hat. Das Sportangebot ist breit gestreut.

von
erstellt am 18.Nov.2014 | 06:18 Uhr

Wirbelsäulengymnastik und Asthmasport, Sport nach Schlaganfall, XXL Sport und Rollstuhlsport sowie Wassergymnastik – das sind nur einige der Angebote, die beim Sportverein für Gesundheit und Rehabilitation (SGR) in Eckernförde wöchentlich auf dem Programm stehen. Unter dem Titel „Versehrtensportgemeinschaft“ hat vor 50 Jahren mit 18 Mitgliedern alles begonnen. Die zentrale Funktion: Kriegsversehrte sollten die Möglichkeit bekommen, sich sportlich zu betätigen. Über eine kontinuierliche Erweiterung des Angebots ist der SGR zu dem geworden, was er heute ist: ein Verein für Gesundheit und Rehabilitation mit 270 Mitgliedern.

Das 50-jährige Bestehen wurde am Sonnabend im EMTV-Heim mit 90 Personen gefeiert. Neben 60 sportlich aktiven Mitgliedern und ihren Begleitungen kamen geladene Gäste wie Bürgervorsteherin Karin Himstedt als Vertreterin der Stadt Eckernförde und Wolfgang Tenhagen als Präsident des Rehabilitations- und Behinderten Sportverbandes zur Jubiläums-Feier. Diether Christiansen, erster Vorsitzender des Vereins, begrüßte die Gäste und hob einige persönliche Besonderheiten hervor: „Bei uns geht es nicht um Meisterschaften oder Tabellenplätze. Bei uns lernen die Teilnehmer, durch Sport wieder besser am täglichen Leben teilnehmen zu können.“ Dafür hätten sie gut ausgebildete Sportlehrer und Übungsleiterinnen sowie engagierte Mitglieder, die eine qualifizierte Arbeit machen.

Besonders engagiert ist auch Maren Iwersen. Seit 30 Jahren ist sie Mitglied im Verein – seit 25 Jahren im Vorstand. Dazu übernimmt sie die Geschäftsstelle. „Früher habe ich alle Gruppen geleitet. Heute muss ich etwas kürzer treten“, erklärt die 65-Jährige, die sich jetzt unter anderem auf Bereiche wie Herzsport, Sport nach Schlaganfall und Nordic Walking spezialisiert. Was den Verein für sie ausmacht? „Wir bemühen uns, eine Anzahl von 280 Mitgliedern möglichst nicht zu überschreiten. Dadurch bleibt die Atmosphäre im Verein familiär.“ Gemeinsame Fahrradtouren und Wanderungen helfen dabei.

Dass sie nicht ahnte, wie viel Aufmerksamkeit ihr am Abend der Jubiläumsfeier noch entgegengebracht werden sollte, verrieten ihre Tränen als sich zunächst Bürgervorsteherin Karin Himstedt und anschließend Vereinsärztin Anja Wittke mit sehr persönlichen Worten und Blumensträußen für ihr jahrelanges Engagement bedankten. Sie sei maßgeblich an der jetzigen Namensgebung des Vereins beteiligt gewesen und ohne sie ginge gar nichts, waren sich Himstedt und Wittke einig.

Den Spagat vom Versehrtensport zu einem Gesundheitsverein machte auch Wolfgang Tenhagen in einer Rede deutlich. Dass der Verein sich für den Gesundheitssport geöffnet habe, sei sein Erfolgsrezept gewesen. Heute gebe es 280 Reha-Sportvereine mit 25 000 gemeldeten Mitgliedern in Schleswig-Holstein. Mit 270 Mitgliedern befände sich der SGR Eckernförde auf der Liste im oberen Drittel. Die positive Resonanz der Mitglieder erklärt sich Johannes Nissen (67), 2. Vorsitzender des Vereins, auf seine Weise: „Natürlich stehen der Sport und die Gesundheit im Vordergrund. Was aber auch dazu gehört, ist einfach mal herzhaft zu lachen.“

Sonja Kruse (44) ist bereits seit zehn Jahren Teil der Gruppe XXL-Sport für Übergewichtige. Damals hat sie über einen Zeitungsartikel von dem Angebot erfahren. Was sie besonders schätzt: „Ich bin in einer Gruppe, wo alle die gleichen Probleme haben. Dadurch fühle ich mich wohl und verstanden. Das ist fast wie in einer kleinen Familie.“ Mit Spielen, Sketchen und Musik von DJ Ralf Kapeller wurde noch bis in den frühen Sonntagmorgen gefeiert.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen