Flohmarkt in Gettorf : Wenn das Dorfzentrum zur Flohmarktmeile wird

Zahlreiche Menschen kamen zum Innenstadtflohmarkt nach Gettorf.
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Zahlreiche Menschen kamen zum Innenstadtflohmarkt nach Gettorf.

Schnäppchenjäger kamen am Sonntag in Gettorf auf ihre Kosten

shz.de von
14. August 2018, 06:43 Uhr

Gettorf | Der Andrang beim Innenstadtflohmarkt in Gettorf war groß. Um die Mittagszeit säumten zahlreiche Menschen die Straßen. „Herkommen und wohlfühlen“, sagte Olaf Platner, der den Innenstadtflohmarkt veranstaltete. Mitmachen konnte, wer Lust hatte. „Die Verkäufer kommen einfach her“, erklärte er das Vorgehen. Ein Konzept, das aufging: „Die Hälfte der Innenstadt ist voll.“ Überwiegend seien es private Angebote, das mögen die Leute, so Olaf Platner und berichtete, dass viele Verkäufer aus Gettorf kämen. Aber auch aus Eckernförde und Kiel seien welche dabei. Und was boten sie an? „Trödel in allen Farben und Formen.“ Vom Comicbuch hin zur Antiquität sei für jeden Liebhaber etwas dabei.

Damit auch schon die Kleinsten ihr Verkaufstalent testen konnten, gab es einen Kinderflohmarkt, für den die Lütten keine Standgebühr bezahlen mussten. „Die Kinder sollen Spaß haben“, sagte Olaf Platner. Wenn der Verkauf nicht so gut laufe, wäre es nicht schön, wenn sie noch etwas von ihren Einnahmen abgeben müssten.

Dieses Angebot nutzte die fünfjährige Karla, die sich zusammen mit ihrer Mutter Katrin Lehmann auf einer Decke ihren Stand aufgebaut hatte. Die junge Gettorferin hatte zu Hause schon einmal versucht, an einem Flohmarktstand Dinge zu verkaufen. Da sie aber in einer Sackgasse wohnt, war der Zulauf gering. Nun probierte sie in der Gettorfer Innenstadt, ein paar Spielsachen zu verkaufen. Was sie mit den Einnahmen machen wollte, wusste sie auch schon: Ein Eis sollte drin sein oder eine CD. Welche genau sie haben wollte, hatte sie aber noch nicht entschieden. Ihrer Mutter Katrin Lehmann gefiel die Flohmarktidee: Es sei nachhaltig. So müsse man sich keine neuen Sachen kaufen, weil man beim Flohmarkt gebrauchte bekomme.

Alle Gegenstände, die Angelika Thiele an ihrem Stand verkaufte, hatte sie von Freunden und Bekannten bekommen. In Gettorf gefiel es ihr: „Es ist ein ruhiger Flohmarkt, die Leute sind nett“, sagte sie.

Jens Schugardt aus Nienborstel hatte an seinem Stand Selbstgemachtes im Angebot. Er baut Gartendekoration. „Alles Unikate“, betonte er. Er baue es einmal und dann habe er andere Ideen. Seit zwei Jahren macht er das nun schon und hat beobachtet: „Weiß ist im Moment in. Grau kommt auch.“ Der Farbtrend wechsle jährlich. Vor Weiß sei Natur gefragt gewesen. Die Einfälle gehen Jens Schugardt zumindest so schnell nicht aus: „Ich habe schon wieder neue Ideen“, sagte er.

Flohmarktbesucher Heinz Theede gefiel das bunte Angebot des Innenstadtflohmarktes. Er lebt in Lutterbek und besucht regelmäßig Flohmärkte in der Umgebung. Was für ihn einen guten Markt ausmacht? Gut organisiert muss er sein, ausreichend Parkmöglichkeiten muss es geben und die Besucher sollten kultiviert sein. In Gettorf lobte er die gute Stimmung und dass private Anbieter in der Überzahl waren.

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