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Gute Vorsätze : Weniger Stress – Eckernförder haben schon begonnen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

In den Top 10 der guten Vorsätze belegt „Weniger Stress“ Platz 1, gefolgt von „mehr Zeit für Familie und Freunde“ und „mehr bewegen und Sport treiben“. Die Eckernförder dagegen haben schon jetzt keinen Stress – sie nehmen sich erst gar nichts vor.

shz.de von
erstellt am 31.Dez.2013 | 07:38 Uhr

Weniger Stress für 2014 – dieser gute Vorsatz steht auf Platz eins einer repräsentativen Studie des Forsa-Instituts für die Krankenkasse DAK-Gesundheit. Demnach wollen 57 Prozent Stress abbauen – besonders der Zeitdruck im Beruf spielt eine große Rolle.

Auf Platz zwei rangiert „mehr Zeit für Familie und Freunde“, auf Rang drei „mehr bewegen und Sport treiben“. „Mehr Zeit für sich selbst“, „gesünder ernähren“ und das „Abnehmen“ landeten auf den Plätzen 4, 5 und 6, gefolgt von „Sparsamer sein“, „Weniger fernsehen“ und „Weniger Alkohol trinken“. Das Schlusslicht der Top 10 bildet der Klassiker „Rauchen aufgeben“.

Die Menschen in Eckernförde und Umgebung scheinen mit dem „weniger Stress“ schon begonnen zu haben, denn nach einer kleinen Umfrage der Eckernförder Zeitung haben sich viele Menschen erst gar keine guten Vorsätze gefasst. „Die hält man meistens eh nicht ein“, sagt André Harder (17) aus Barkelsby. „Außerdem kann man sich immer vornehmen, etwas zu ändern – nicht nur zum Jahresbeginn.“ Deshalb hat er sich vorgenommen, sich nichts vorzunehmen. Auch sein Freund Thore Schlizio (16) aus Eckernförde hat die selben Erfahrungen gemacht und deshalb Abstand von den guten Vorsätzen genommen.

Bernd Krüger (52) und Kahina Bünger (48) aus Kiel haben länger für diese Erkenntnis gebraucht. „Die guten Vorsätze zum neuen Jahr haben nie etwas gebracht“, sagen die beiden. Änderungen im Leben seien aus eigener Erkenntnis eingetreten, nicht wegen guter Vorsätze.

Dass man beides miteinander verbinden kann, zeigt Karin Glaser (66) aus Fleckeby. „Ich habe keine neuen, dafür aber immer noch die alten Vorsätze: Ich will meine Ängste loslassen.“ Besonders finanzielle Ängsten will sie auf spirituellem Wege begegnen. Dass sie Erfolg haben wird, ist sie sich sicher.

Vielleicht, weil das gesteckte Ziel realistisch für sie ist und sie sich schon lange damit beschäftigt. Denn die meisten Vorsätze bedeuten eine langfristige Umstellung des Lebensplans, was viele bei einem Spontanentschluss zu Silvester nicht bedenken – und scheitern. Psychologen empfehlen daher ein Vorgehen nach dem SVEM-Prinzip: S steht für spezifisch. Das Ziel muss möglichst genau formuliert werden. Man sollte sich nicht nur vornehmen abzunehmen, sondern eine Kilozahl festlegen. V steht für vereinbart: Man sollte das Ziel also mit jemandem absprechen, der einen anspornt. Das E steht für erreichbar. Vorsätze sollten also realistisch sein. Und das Ganze muss messbar sein, dafür steht das M. Die Fortschritte sollten beispielsweise in einer Tabelle eingetragen werden.


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