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Positive Bilanz : Weniger Restmüll durch die Biotonne

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Abfallwirtschaftsgesellschaft zufrieden: Einführung des neuen Behälters rentiert sich

Borgstedt | Mit mehr als 35  000 Tonnen getrennt erfasster organischer Abfälle erreichte das Bioabfallaufkommen im Kreis Rendsburg-Eckernförde in 2014 einen Rekordwert. In 2012 und 2013 lag die Menge des „Bioguts“ jeweils noch knapp unter der 30  000-Tonnen-Marke. Das teilte jetzt die Abfallwirtschaftsgesellschaft Rendsburg-Eckernförde (AWR) mit.

Im Durchschnitt habe jeder Bürger etwa 131 Kilogramm Bioabfall im vergangenen Jahr zur energetischen und stofflichen Nutzung der Abfallbiomasse beigesteuert. Werden die 2060 Tonnen Pflanzengut dazugerechnet, die 2014 über die Recyclinghöfe, die Frühjahrs- und Herbstsammlungen sowie die Tannenbaumabfuhr zusammenkamen, lag das Pro-Kopf-Aufkommen bei fast 140 Kilogramm. Damit stehe der Kreis bei der Erfassungsmenge an organischen Garten- und Küchenabfällen pro Einwohner an der Spitze in Schleswig-Holstein.

„Der Restmüll ist bereits heute, wenige Monate nach Einführung der kreisweiten Regelbiotonne, optisch deutlich weniger ‚braun‘ und auch der unangenehme Geruch hat sich vermindert. In Sachen Umsetzung des Abfallrechts zum 1. Januar 2015 können wir Vollzug vermelden“, freut sich Ralph Hohenschurz-Schmidt, AWR-Geschäftsführer.

Mit dem Anstieg des Biogutaufkommens ging erstmals auch das Restmüllaufkommen merklich zurück. So verminderte sich der Inhalt der grauen Tonne von 47  800 Tonnen in 2012 über 46  600 Tonnen im Jahr 2013 auf 46  000 Tonnen im Jahr 2014. Diese Verminderung der Restmüllmenge ersparte der AWR Entsorgungskosten in Höhe von gut 70  000 Euro.

„Mit fast 172 Kilogramm pro Kopf liegt das durchschnittliche Restmüllaufkommen immer noch deutlich über dem Aufkommen an Biogut. Dieses Verhältnis können wir auf mittlere Sicht umkehren“, gibt sich Hohenschurz-Schmidt optimistisch. Doch dazu sei es erforderlich, insbesondere die Küchen- und Speiseabfälle, die heute noch vielfach im Restmüll landeten, in die braune Tonne umzuleiten. Außerdem bedürfe es auch weiterer Verbesserungen bei anderen Wertstoffen wie Papier und Pappe, Metallen, Glas oder Elektroschrott, deren Aufkommen seit Jahren ungefähr gleich geblieben ist. So befinden sich laut AWR nach wie vor Wertstoffe in nennenswertem Umfang im Restmüll. Mit den differenzierten Getrenntsammelmöglichkeiten direkt auf dem Grundstück, den elf Recyclinghöfen und den flächendeckend verfügbaren Altglas- und Alttextilcontainern biete die AWR für nahezu alle Abfallfraktionen einfache und günstige Entsorgungsangebote. Es liege an jedem, diese Angebote zu nutzen.

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erstellt am 19.Feb.2015 | 06:00 Uhr

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