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Eckernförder Zeitung

23. August 2017 | 00:51 Uhr

Weniger Flüchtlinge als erwartet

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Zuweisung wurde reduziert: Statt 411 Personen muss die Stadt bis Ende des Jahres 289 Personen unterbringen / 211 Menschen sind bereits da

Im Ostseebad sind 211 Flüchtlinge untergebracht (Stand 4. Dezember). Das teilte Bürgermeister Jörg Sibbel auf der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Finanzwesen am Dienstagabend mit. Im Zuge der schleppenden Zuweisung aus den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes wurde auch für Eckernförde die Quote von ursprünglich 411 auf 289 Personen reduziert. „Wir beurteilen das in einem positiven Sinne als einen zeitlichen Puffer“, sagte Sibbel.

Die Stadt rechnet noch bis Ende des Jahres mit der Zuweisung von 78 Flüchtlingen. Bislang konnten alle dezentral, über das gesamte Stadtgebiet verteilt, untergebracht werden. Vom Domsland bis ins unterste Borby – überall hat die Stadt Mietverträge sowohl für Wohnungen und Häuser abgeschlossen. Aktuell sind es 46 Mietverträge, die sowohl mit dem Gemeinnützigen Wohnungsunternehmen Eckernförde (GWU) als auch mit Privatvermietern abgeschlossen wurden. Das gilt nicht nur für Wohnungen, sondern auch für Häuser. So hat die Stadt beispielsweise ein Haus mit zwei Wohnungen angemietet, in dem drei Parteien mit insgesamt 18 Personen untergebracht sind. In einem anderen Fall bilden mehrere Einzelpersonen eine Wohngemeinschaft. Die Stadt will auch im nächsten Jahr die Unterbringung von Flüchtlingen in Großunterkünften vermeiden. „Für mich ist es ein besonderes Anliegen, dass wir die Flüchtlinge dezentral im Stadtgebiet unterbringen und betreuen – das ist die beste Voraussetzung für die Integration der Flüchtlinge und die Akzeptanz unter den Bürgern“, sagte der Bürgermeister auf Nachfrage. Ab Januar 2016 führt das Land Schleswig-Holstein die einmalige Integrations- und Betreuungspauschale für Flüchtlinge ein. Die Kommunen erhalten im Januar und Februar 1000 Euro pro ankommenden Flüchtling, ab März zahlt das Land 2000 Euro. Bislang wurde pro Flüchtling die einmalige Betreuungspauschale von 900 Euro gezahlt.

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Die Stadt ist ständig auf der Suche nach freiem Wohnraum. Wer freien Wohnraum zur Verfügung stellen möchte, wende sich an das Amt für Ordnungs- und Sozialwesen.

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erstellt am 04.Dez.2015 | 00:32 Uhr

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