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Segeln : Wenig Wind sorgt für Chancengleichheit und nur drei Wettfahrten

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Ein spiegelglatter Wittensee zwang die Segler am Wochenende zu einigen Wartezeiten. Am Ende konnten dann doch noch drei Wettfahrten gestartet werden.

Groß Wittensee | Kraftlos hing das rot-weiße Flaggensignal am Flaggenmast, für die 34 Segler beim Wassersportclub am Wittensee war die Bedeutung eindeutig – Startverschiebung. Ein nahezu spiegelglatter See signalisierte auf seine Weise, dass zur offiziellen Wettfahrteröffnung um 13 Uhr an Segeln nicht zu denken war. Knapp zwei Stunden später entschied sich dann Wettfahrtleiter Ralf Meier doch, die Segler aufs Wasser zu schicken, nachdem dem Windmesser mit viel Wohlwollen knapp 3 m/s (Windstärke 1) abgerungen wurde, um rund 45 Minuten später wieder vollends einzuschlafen. „Wir haben es versucht“, so der Kommentar von der Wettfahrtleitung, die angepeilten sechs Wettfahrten rückten damit in die Ferne.

Auch der Sonntag war zunächst nicht mit dem nötigen Wind gesegnet, jedoch waren die Voraussetzungen ab 11 Uhr gut, um eine kurze Bahn auszulegen. Jeweils zwei Runden pro Wettfahrt galt es zu segeln, insgesamt drei Wettfahrten sorgten dafür, dass die Segler an diesem Wochenende nicht umsonst angereist waren. Etwas launisch war der Wind aus nördlicher Richtung, zu jeder Wettfahrt musste die Bahn aufgrund von Richtungsschwankungen nachjustiert werden. Je nach Sonneneinstrahlung, machten es Windlöcher und kleine Dreher den Seglern nicht leicht, den optimalen Weg zwischen den Bahnmarken zu finden. Zum Zuge kamen die Teilnehmer von schwachwindigen Binnenrevieren, aber auch die älteren Teilnehmer bekamen so die Chance, losgelöst von der körperlichen Leistungsgrenze, vorne mitzusegeln.

Nahezu gleich, bietet der Laser keinen Spielraum für eigene Technik am Boot. „Das macht das Boot für jeden segelbar, zeigt aber auch gnadenlos, wer segeln kann und wer nicht“, erläutert Ralf Marten, Mastersprecher der Laser Klassenvereinigung und selbst Teilnehmer. Mehr als 400 Mastersegler sind in Deutschland aktiv, die Altersspanne geht von 35 (Apprentice) bis über 75 Jahre (Legend) und wird international auch auf Weltmeisterschaften ausgetragen. So war am Wittensee auch Alexandra Weihrauch mit dabei, die seit drei Jahren überhaupt erst segelt und bei der WM im kanadischen Kingston den 9. Platz bei den Frauen belegte. An diesem Wochenende schaffte es die 44-jährige ins erste Drittel und ließ ihre drei Mitstreiterinnen in der Wertung hinter sich. Der Mühlen-Wanderpreis ging an Dietrich Schilling (72). Erfolgreichster in der Gesamtwertung war Matthias Brühl. Mit nur neun Punkten lag dieser an der Spitze und gewann den Master Titel.

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