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Weltlinkshändertag: Über dominante Hände und Knoten im Gehirn

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erstellt am 14.Aug.2013 | 03:09 Uhr

eckernförde | Scheren, Stifte, Collegeblöcke und sogar Pfannenwender - das sind Utensilien speziell für Linkshänder, die Katja Polomsky-Wedding am gestrigen Weltlinkshändertag präsentierte. In der Bücherei Liesegang stand sie den ganzen Tag für Beratungsgespräche bereit, denn die gelernte Erzieherin weiß aus eigener Erfahrung, wie wichtig es ist, die dominante Hand als führende zu gebrauchen und linkshändig bedienbare Arbeitsgeräte zu benutzen. So berichtet sie von ihrem Sohn, der jahrelang seine rechte Hand benutzte, bevor sich herausstellte, dass er Linkshänder war.

Solch eine Händigkeitsumschulung, also der antrainierte Gebrauch der nicht-dominanten Hand, kann zu einer dauerhaften Fehlbelastung des Gehirns führen, betonte die Fachfrau. Die Folgen reichten von Konzentrationsschwierigkeiten über Rechtschreibschwächen bis hin zum Stottern und Minderwertigkeitsempfinden.

Als Katja Polomsky-Weddings Sohn anfing, seine dominante Hand zu gebrauchen, war das "als ob ein Knoten im Gehirn platzt", denn er fühle sich seither viel besser. Nun hat es sich Polomsky-Wedding zur Aufgabe gemacht, auch andere über die Folgen der Händigkeitsumschulung aufzuklären und über den Gebrauch von Linkshänderutensilien zu beraten, unter anderem auch auf dem Fisch- und Wochenmarkt.

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