unterstützung für MARITIMES ERBE : Weitere Finanzspritze für die Alte Fischräucherei

Im dritten Bauabschnitt soll die beiden Geschosse und das Dach der Alten Fischräucherei saniert werden.
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Im dritten Bauabschnitt soll die beiden Geschosse und das Dach der Alten Fischräucherei saniert werden.

Der Ausschuss für Jugend, Kultur, Bildung und Sport stimmte am Dienstag für einen Zuschuss. Dach, Wohnung und Kontor sollen saniert werden .

shz.de von
30. März 2017, 05:35 Uhr

Die Stadt erkennt die kulturhistorische Bedeutung der Alten Fischräucherei als maritimes Erbe an und unterstützt den Verein „Alte Fischräucherei Eckernförde“ auch im dritten Bauabschnitt der Einrichtung eines Museums in der ehemaligen Fischräucherei Hopp. Auf der Sitzung des Ausschusses für Jugend, Kultur, Bildung und Sport unter der Leitung von Reiner Bunte (SPD) empfahlen die Mitglieder einstimmig einen Zuschuss von 21  750 Euro. Dieser soll im ersten Nachtragshaushalt bereit gestellt werden.

Vorab hatte die Vorsitzende des Fördervereins, Katharina Mahrt, die Ausschussmitglieder über das Sanierungsprojekt informiert. Mit 5000 Besuchern im vergangenen Jahr hat sich die Alte Fischräucherei seit ihrer Umwidmung zum Museum zu einem großen Publikumsmagnet im Ostseebad entwickelt und ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. 2012 erwarb der Verein „Alte Fischräucherei Eckernförde“ das Anwesen der ehemalige Fischräucherei in der Gudewerdtstraße. 194 Mitglieder engagieren sich ehrenamtlich für das Museum, sei es im Räucherteam, Bewirtungsteam, Gästeteam, im Vorstand und im Handwerkerteam.

Im dritten Bauabschnitt sollen die beiden Geschosse in dem Speditionsgebäude saniert (Dach, Elektrik und Heizung) werden. Die Kosten belaufen sich auf 229  000 Euro. An Eigenleistungen erbringt der Förderverein 84  000 Euro. Der Verein plant, Fördermittel des Europäischen Meeres- und Fischereifonds in Höhe von 123  250 Euro zu beantragen, so dass für die Stadt eine Kofinanzierung von 21  750 Euro bleibt. „Nach der Sanierung soll eine ständige Ausstellung über das Eckernförder Räuchereiwesen und das Arbeitsleben in zwei Räumen konzipiert und eingerichtet werden“, erklärte Mahrt. Das ehemalige Räuchereikontor über der Durchfahrt soll wieder in ein Kontor mit originalen Einrichtungsgegenständen verwandelt werden. Das Dachgeschoss möchte der Verein für ein Büro und für ein Archiv nutzen. Bislang sind alle Arbeiten durch Ehrenamtliche geleistet worden. „2016 hat sich abgezeichnet, dass unsere Grenzen im Ehrenamt fast erreicht sind“, sagte die Vorsitzende. Zwei Jahre wolle man noch bei ausschließlich ehrenamtlich Tätigen bleiben, um noch mehr Erfahrungen zu sammeln. „Wenn wir mehr Kinder und Jugendliche erreichen wollen, brauchen wir Personal. Wenn wir noch mehr Gäste erreichen wollen ebenso“, sagte Mahrt. Bisher hat die Stadt den Förderverein mit 150  000 Euro für den Grunderwerb und 180  700 Euro für die ersten beiden Bauabschnitte unterstützt.

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