Weißwal in der Ostsee gesichtet

Der Weißwal oder Beluga lebt in arktischen und subarktischen Gewässern. Es besitzt keine typische Rückenfinne, auffällig ist auch seine bläulich-weiße bis cremeweiße Färbung. Das Tier wird drei bis sechs Meter lang. Foto: dpa
Der Weißwal oder Beluga lebt in arktischen und subarktischen Gewässern. Es besitzt keine typische Rückenfinne, auffällig ist auch seine bläulich-weiße bis cremeweiße Färbung. Das Tier wird drei bis sechs Meter lang. Foto: dpa

Drei bis vier Meter langer Beluga tauchte in Port Olpenitz auf

shz.de von
19. November 2012, 03:59 Uhr

olpenitz | "Das wird mir keiner glauben", durchfährt es einen Angler, als 20 Meter vom südlichen Molenkopf entfernt in der Hafeneinfahrt Port Olpenitz ein Weißwal vor ihm auftaucht. Es ist gegen 16 Uhr, als der Angler den Beluga für einige Sekunden sieht. Seine Länge schätzte der Mann auf drei bis vier Meter. Aus nördlicher Richtung kommend bog der Weißwal vor der Hafeneinfahrt im rechten Winkel nach Osten ab. Da der Delphinapterus leucas, wie die wissenschaftliche Bezeichnung lautet, schnell wieder verschwindet und es in der Gegend reichlich Hering und Dorsch gibt, jagt er, so folgert der Beobachter, vermutlich Fischsschwärmen nach.

Zwischen 10.30 Uhr und 11 Uhr wird am selben Tag , wie der Dänische Meeresbiologe Thyge Jensen berichtet, ein Beluga an der Nordküste der Apenrader Bucht beobachtet. Gunnar Pedersen und Inger Muusmann folgen ihm in ihrem Boot etwa eine halbe Stunde lang. Er wird auf etwa fünf bis sechs Meter geschätzt. Zwischen beiden Beobachtungen liegen fünf Stunden; die Nordküste des Aabenraa Fjords und Port Olpenitz liegen mehr als 35 Seemeilen auseinander. Der Weißwal müsste also mit einer konstanten Geschwindigkeit von etwa sieben Knoten geschwommen sein, um rechtzeitig vor Ort an der Südmole der Hafeneinfahrt Olpenitz aufzutauchen, sagte Dr. Andreas Pfander vom Verein zum Schutze der Meeressäuger. Daher spreche alles dafür, dass sich zurzeit nicht nur ein Weißwal im Kleinen Belt und der Kieler Bucht aufhält. Tatsächlich wurden am 6. Oktober zwei Weißwale im Kleinen Belt beobachtet.

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