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Eckernförder Zeitung

24. Oktober 2017 | 04:59 Uhr

Adventsmarkt : Weihnachtszauber auf Ludwigsburg

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

16 Kunsthandwerker stellten auf dem traditionsreichen Adventsmarkt ihre selbstgemachten Waren aus. Dies Besucher erfuhren auch, was es mit den Ludwigsburger Mäuschen auf sich hat.

shz.de von
erstellt am 16.Dez.2013 | 05:32 Uhr

Nein, ein winterlich-weihnachtliches Adventswochenende war dies mit Blick auf das Wetter wahrlich nicht. Grau, regnerisch, ungemütlich. Wer trotzdem Weihnachtsatmosphäre suchte, machte sich auf den Weg nach Gut Ludwigsburg, wo am dritten Adventswochenende der traditionsreiche Weihnachtsmarkt stattfand. Spätestens beim Eintritt in den Gewölbekeller wurde dem Besucher dort warm ums Herz. Punsch-und Plätzchenduft lag in der Luft, Kerzenschein erleuchtete die rustikalen Räume, in denen es sich Kunsthandwerker gemütlich gemacht hatten und ihre exquisiten Waren anboten.

Gutsherr Carl-Jürgen Carl weiß um die Besonderheiten seines Weihnachtsmarkts, dem er seit mindestens 25 Jahren eine Heimat bietet. „Fernab von Kommerz, Trubel und Hektik kommt es uns vor allem darauf an, der ganzen Familie einen wunderbaren Tag zu bieten“, sagt Carl, der tatkräftig von seinem Sohn Johannes unterstützt wird. „Sechzehn verschiedene Stände haben wir auf dem Gut“, erzählt der Elfjährige stolz. Damit es auch den kleinen Besuchern richtig gut geht, wird nicht nur Ponyreiten angeboten. Die Strohburg zum Klettern und Toben ist eine Erfindung von Carl-Junior und die war bei den Kleinen richtig beliebt. Carl-Jürgen Carl: „Hier kommen Menschen und Freunde zusammen, unterhalten sich und genießen die Zeit, die im Alltag viel zu kurz kommt.“

Dabei gab es viel zu genießen: Leckerer Punsch, knusprige Waffeln oder deftige Wurst vom Grill – an verschiedenen Ständen gab es viel zu probieren. Besonders lecker auch die Ludwigsburger Mäuschen – kleines, frittiertes Hefegebäck, das Hans-Dieter Demuht mit verschiedenen Zuckerarten serviert. „Das ist das Rezept unseres ungarischen Kochs“, erzählt Demuth stolz, diese Mäuschen gebe es exklusiv auf Ludwigsburg.

Aber natürlich gab es auch viel zu kaufen. Gesunde und hübsche Dinkelspreu-Kissen aus dem Atelier-Schlafengel, feine Handarbeiten, wunderschöne dänische Kerzen, exklusive Holzarbeiten, Tonkunst und Schmuck – wer noch Geschenke suchte, wurde auf Ludwigsburg auf jeden Fall fündig, und konnte auf dem Gut auch noch den Tannenbaum kaufen. Der Hofladen war geöffnet und bot vor allem die besonderen Wildfleischangebote aus der eigenen Region an. Weihnachten auf Ludwigsburg, das ist ein großes Stück Tradition, ganz viel Heimat, weil einfach alles aus der Region kommt – handgemacht und mit Liebe ausgewählt. Weihnachtsmarkt auf Ludwigsburg, das hat nichts mit den kommerziellen Märkten zu tun, die sich an vielen anderen Standorten etabliert haben. Hier ist man der Zeit ein bisschen entrückt, genießt den Duft frischer Tannen und knuspriger Waffeln und Kerzenschein.

Und dieses besondere Ambiente wird noch dadurch verstärkt, dass der Markt nur noch an einem Wochenende stattfindet. Man habe sich aus dem Boom der Hofmärkte und dem Wettlauf um Besucher verabschiedet, erklärte Gutsherr Carl. Und während so mancher Hofmarkt in der Region nicht mehr existiere, sei Ludwigsburg seinem eigenen Charakter als etwas sehr Besonderes treu geblieben. Wer am dritten Adventswochenenden nicht auf Ludwigsburg dabei war, muss sich jetzt ein Jahr lang gedulden. Alle anderen konnten so viel Weihnachtsduft in sich aufnehmen, dass es auf jeden Fall bis zum Heiligen Abend reichen wird.

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