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Weihnachtsmarkt : Weihnachtszauber an der Schlei

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Rund 10 000 Besucher bei zweitem Weihnachtsmarkt in Louisenlund / Erstmals ging der Markt über drei Tage

von
erstellt am 06.Dez.2016 | 08:48 Uhr

Märchenhaft – in Pastellfarben getaucht – mutete der Himmelüber der Großen Breite an der Schlei am vergangenen Wochenende an, als der Schlossvorplatz des Herrenhauses Louisenlund festlich hergerichtet zum Weihnachtsmarkt einlud. Bei Graden kurz unter dem Gefrierpunkt legte sich im Verlauf des Nachmittags rasch eine frostig-klare Atmosphäre über das Internatsgelände, die die festliche Stimmung auf dem Gelände an diesem Wochenende gekonnt unterstrich. Der Weihnachtsmarkt rund um das Schloss zog erneut viele Besucher aus der Region an und bot eine liebevoll ausgewählte Palette an handgemachten Waren. Die Freiwillige Feuerwehr Güby, die den Verkehr auf und weg vom Gelände koordinierte, geht von rund 10    000 Personen aus, die an den drei Tagen den Markt besuchten.

Zum zweiten Mal richtete das Internat gemeinsam mit dem Fleckebyer Handwerkerkreis den Weihnachtsmarkt. „Den Markt auf drei Tage auszudehnen, war die richtige Entscheidung“, sagte Schulleiter Dr. Peter Rösner, so hätten sich die Besucher besser verteilt. Auch Frank Großkopf, Vorsitzender des Handwerkerkreises, war rundum zufrieden: „ Unsere Betriebe können sich und ihre Arbeit sowie die Gemeinde in schöner Atmosphäre präsentieren. Das ist eine tolle Gelegenheit für alle Beteiligten und zeigt gleichzeitig unser Engagement und Wirken in der Region.“

20 Verkaufsbuden säumten den Schlossvorplatz mit Blick auf die Schlei an diesem zweiten Adventswochenende und überraschten das Publikum mit einem breitgefächerten Warenangebot. Die Aussteller boten variantenreiche und ausgefallene Inspirationsmöglichkeit für den anstehenden Geschenkeeinkauf. So zeigte Claus Müller, der bisher eigentlich als Leiter des OIC in Eckernförde in der Öffentlichkeit bekannt ist, sein künstlerisch-handwerkliches Talent beim raffiniertem Wiederverwerten bereits gebrauchter Weinflaschen. Ganz im Sinne der in Schweden gerade sehr virulenten „Recycling Revolution“, die sogar von der schwedischen Regierung mit einem Steuererlass auf das Reparieren und Wiederinstandsetzen bereits gebrauchter Güter unterstützt wird, und damit voll im Trend liegend, schneidet Müller für seine puristischen Windlichter leere Weinflaschen mittig auf. Deren Schnittkanten schleift er ab und setzt sie auf einen selbstgedrechselten Holzsockel. Einfach ein Teelicht einsetzen und fertig sind seine auf dem Markt, neben Gewürzstreuern aus Knickholz und dem Holz der eigenen alten Obstbäume angebotenen, Leuchtschönheiten.

Hochwertige Körperpflegeartikel in Form von handgeschöpften Seifen und pflanzengefärbte Merinowolle aus eigener Färbung und selbstgestrickte Strümpfe stellten das Warensortiment von Renate Seemann-Muchel aus Eckernförde dar. Unter dem Namen „Seifenschaum“ stellt die ehemalige Lehrerin Seemann-Muchel bereits seit einigen Jahren hochwertige Seifen ausschließlich aus natürlichen Ingredienzien her, um so zu garantieren, dass „die Seifen keine Allergien hervorrufen.“

Zeit steckt auch die niederländisch stämmige Taschenmacherin Petronella Luiting aus dem Angeliter Karschau in ihre extravaganten Lederkreationen. Sie liebt ihren neuen, anderen Beruf als Taschenmacherin und präsentierte lachend eine „Flunderclutch“, das Highlight ihrer Kollektion, die von Handtaschen über Aktentaschen, Stiftemäppchen und Mousepads reicht.

Reichlich verkaufen wollten neben den Kunsthandwerkern auch die örtlichen Institutionen. Schüler und Eltern der Grundschule Fleckeby hatten fleißig gebastelt und gebacken. Der Erlös soll der Verschönerung des Schulhofes zugute kommen. Erfolgreich waren auch die Internatsschüler. Die Ruanda-Gilde verkaufte edlen Kaffee, den sie importiert hatten (wir berichteten). Die rund 300 Kilogramm waren am Ende ausverkauft und etwa 5000 Euro gehen damit für den Bau einer Schulklasse nach Ruanda.

Viel Musik bekamen die Besucher geboten. Neben dem Borbyer Posaunenchor traten auch der Fleckebyer Frauenchor, der Männergesangsverein „Eintracht“ und das Schleiblasorchester auf.

 

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