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Asmussenhof : Weihnachtsmarkt: Aus nach 13 Jahren

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Birgit Sander hat ihren letzten Weihnachtsmarkt auf dem Asmussenhof organisiert . Bürgermeister Keinberger hat Ideen für eine Fortführung.

Kosel | Der Weihnachtsmarkt auf dem Asmussenhof gehört für viele Koseler zum alljährlichen Ritual. Seit 13 Jahren organisiert Birgit Sander mit ihrer Familie den Weihnachtsmarkt, um die vorweihnachtliche Stimmung in ihr Dorf zu holen. Doch dieses Jahr ist für Sander das letzte Mal. „Das hat persönliche Gründe, wir sind nicht im Streit auseinander gegangen“, betonte sie. Der Markt beschäftige sie immer das ganze Jahr über und sei nur mit der Hilfe ihrer Familie überhaupt zu stemmen.

Der Weihnachtsmarkt entstand damals in einer Garage. „Meine Kinder haben gemeckert, dass sie in Kosel einen Markt haben wollen. Also mussten wir unsere Garage entsprechend herrichten“, sagte Sander. Die Idee fand schnell Anklang im Ort. Und so wuchs der Markt. Auf dem Asmussenhof wird jedes Jahr eine Scheune leer geräumt für die Aussteller.

Auch in diesem Jahr fanden wieder 20 Aussteller den Weg in die Scheune. Von edlen Holzkugelschreibern bis hin zu Bratapfellikör würde viel angeboten. „Wir haben hier sogar eine Ausstellerin, die Ohrringe aus Papier anbietet“, so Sander. Besonders stolz war sie auf die beiden jüngsten Ausstellerinnen. Greta (10) und Alicia (11) sind zum zweiten Mal dabei. Mit dem selbstgebastelten Baumschmuck wollen die beiden Koselerinnen ihr Taschengeld aufbessern. „Im September haben wir angefangen damit“, berichtet Greta. Bei den Kinder war jedoch der Stand von Heidi Schander am beliebtesten. Sie verkaufte selbst gemachte Teddybären in allen Größen und Formen. „Der ist so weich“, sagte Hannah (4).

Doch nicht alle Besucher kommen aus Kosel. Familie Jensen ist nur zu Besuch und wollte sich den Markt nicht entgehen lassen. „Wir kommen aus Groß Grönau. Das ist im Herzogtum Lauenburg“ sagte Christiane Jensen. Ihre Tochter Leni (10) wurde auch fündig. Am Stand von Brigitte Lietzmann kaufte sie eine Karte mit weihnachtlichem Motiv. „Die schicke ich meiner Freundin zu Weihnachten“, verriet sie. Vor der Scheune spielte die Band „Weesquintet“ aus Missunde Weihnachtslieder. Viele Besucher lauschten der Musik und tranken dabei einen Becher heißen Punsch. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt kam dieser gut an. Das Deutsche Rote Kreuz versorgte alle mit reichlich Torte und die Kyffhäuser Kameradschaft grillte. Am Nachmittag stattete der Weihnachtsmann den Kindern noch einen Besuch ab und brachte ihnen Tüten mit Schokolade.

Birgit Sander freute sich über jeden einzelnen Besucher. An ihrer Entscheidung änderte das jedoch nichts. Doch auch wenn mit ihr die tragende Säule wegfällt, soll es zukünftig auch weiter einen Markt geben. „In irgendeiner Form wird es weitergehen. Ich habe schon Ideen, aber fix ist noch nichts“, sagte Bürgermeister Hartmut Keinberger. Fakt ist: Birgit Sander wird am Anfang beratend zur Seite stehen. „Ganz ohne geht es halt doch nicht“, sagte sie und lachte.

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