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Eckernförder Zeitung

15. Dezember 2017 | 23:30 Uhr

brauchtum : Weihnachten süß-sauer

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Chinesische Studenten des Baltic Sea International Campus (BSIC) zeigen deutsche Bräuche in der Adventszeit. Kuchen und Plätzchen besonders beliebt.

shz.de von
erstellt am 16.Dez.2013 | 18:33 Uhr

Chinesen stehen auf deutschen Kuchen. Egal ob Sahnetorte, Christstollen oder Plätzchen – das einheimische Gebäck hat es den Asiaten so richtig angetan. Zumindest wenn es nach Meinung der Studenten des Baltic Sea International Campus (BSIC) geht. Denn die hatten sich in den vergangenen Wochen mit deutschen Sitten und Bräuchen rund um Weihnachten beschäftigt und dabei auch die hiesiege Backtradition hautnah miterlebt. Bei einer Feier in der Galerie 66 stellten sie deshalb nicht nur Gedichte, Lieder und Bräuche, sondern auch ihre ganz persönlichen Wünsche für das Weihnachtsfest vor, das in ihrer Heimat China nicht gefeiert wird.

Außer einem Truthahn und Schokoladen-Früchten standen Kuchen oder Plätzchen ganz oben auf der Wunschliste. „Der Kuchen hier ist einfach viel besser als bei uns zu Hause“, begründet Senzhou Cao die Vorliebe der Studenten für deutsche Backwaren. Zusammen mit seinen Kommilitonen hatte er im Unterricht deutsche Bräuche im Advent und am Heiligabend studiert und daraus ein kleines Bühnenprogramm gestaltet. In der mit Kerzen und Tannenzweigen geschmückten Galerie 66 gab es für die Besucher bei Punsch und Butterstollen Gedichte, Lieder und andere Bräuche zu sehen.

Während bei einem Weihnachtsgedicht von Mascha Kaleko seliges Lächeln und andächtiges Schweigen herrschten, sorgte „Knecht Ruprecht“ von Theodor Storm bei den Besuchern für glänzende Augen und Kindheitserinnerungen. Für eine vorzeitige Bescherung sorgte im Anschluss Senzhou Cao, der als Weihnachtsmann verkleidet für jeden der Gäste ein kleines Geschenk aus dem Sack zauberte.

Um auch ein Stück Kultur aus der eigenen Heimat zu zeigen, hatten die Studenten auch ein chinesisches Lied mit ins Programm aufgenommen. „Es geht ja nicht nur darum, zu zeigen wie es in Deutschland gemacht wird, sondern vielmehr um den Austausch“, sagt Dozent Christian Herfurth, der den ersten chinesisch-deutschen Weihnachtsmarkt mit initiiert hatte. Hintergedanke war unter anderem, den Studenten, die zum Teil seit Monaten ohne ihre Familien in Eckernförde leben, den Gemeinschaftgedanken des Weihnachtsfestes näherzubringen, das sie sonst nur aus Fernsehen oder Radio kennen. „Hier können sie das Fest endlich mal ganz authentisch und live miterleben“, so Herfurth. Für Senzhou war es damit schon das zweite Weihnachtsfest in einer Woche. „Ich habe schon mit meiner Fußball-Mannschaft gefeiert“, erzählt der 21-Jährige stolz.

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