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Anne-Karin im Spieker : Weihnachten mit Herzblut entgegen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Sängerin Anne-Karin hat das Publikum im Spieker am Innenhafen so richtig auf Weihnachten eingestimmt – mit Gesang und Geschichten.

shz.de von
erstellt am 23.Dez.2013 | 05:50 Uhr

Wem weihnachtliche Stimmung bis Dato noch fehlte, war beim Liederabend mit Anne-Karin im „Spieker“ am vergangenen Sonnabend gut aufgehoben.

„Wir wollen ja wegen Weihnachten hier sein“, begrüßte die Sängerin das Publikum, auch wenn der Regen draußen die rechte Weihnachtsstimmung nicht aufkommen lassen wollte. Mit einem brasilianischen Lied auf der Gitarre begleitet, stimmte die Künstlerin, die mit Schlagern unter anderem wie „Dreh dich weiter, Ballerina“ in den siebziger Jahren berühmt wurde, das Publikum ein. Nicht zuletzt trug für die gute, fast gemütliche Stimmung auch das Ambiente des „Kolonialwaren- und Kunstgenusshandels“ von Claudia und Thomas Kunkowski im Erdgeschoss des ehemaligen Siemsenspeichers bei. Als ehemalige Kollegen beim NDR haben Kunkowski und Anne-Karin nach wie vor Kontakt, und der Abend bedurfte keine langen Vorbereitungen.

Wo einst Zementsäcke und Baustoffe lagerten, gibt es neben vielen schönen käuflichen Dingen eine kleine Bühne, von der aus Anne-Karin ihr Publikum nicht nur mit Liedern, sondern auch mit weihnachtlichen Geschichten in den Bann zog: Zum Beispiel mit der Geschichte vom kleinen Ole, der dem Bauern mit der Weihnachtsgans nicht die Tür aufmachen wollte, oder vom Schneesturm, der zwei einsamen alten Leuten unverhofft ein volles Haus mit Menschen, die im Schnee stecken blieben, bescherte. In Abwechslung mit bekannten Weihnachtsliedern, die mal nur mit einer Strophe, dann wieder im Ganzen gesungen wurde, lud die Künstlerin zum Mitsingen ein. Sympathisch und menschlich kam eine gewisse Unorganisiertheit herüber, sei es die verlegte Brille oder der Vorlesetext, und machten den Abend auf seine ganz eigene Weise unterhaltsam.

Dazu gehörte ein Jodler, für dessen Echo das Publikum zuständig war, aber auch zwei englische maritime Weihnachtslieder sorgten für Abwechslung. Unvergleichlich war die Art der Interpretation, die an Chanson oder Folklore erinnert. Dass dabei Herzblut und viel Wärme in den Liedern steckte, kam beim Publikum gut an.

„Ich bereue es nicht, dass ich mich trotz des Wetters auf den Weg hierher gemacht habe“, sagte Besucherin Gertraut Wagner. Bei einem Glas Rotwein genoss sie mit ihrer Bekannten den Abend und fühlte sich am Ende weihnachtlich eingestimmt.


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