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Führungswechsel : Wechsel an der GWU-Spitze: Klaus Buß für Jürgen Anbuhl

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Aufsichtsratschef Jörg Sibbel würdigt die großen Verdienste des langjährigen Vorstandsvorsitzenden des GWU, Dr. Jürgen Anbuhl. Er habe sich „in einzigartiger Form verdienst gemacht“. Nachfolger wird Klaus Buß, früherer Bürgermeister und Innenminister.

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erstellt am 08.Nov.2014 | 06:27 Uhr

„Als Bundestagsabgeordneter hatte ich eine prima Nachfolgerin (Heide Simonis), als Leiter der Integrierten Gesamtschule (Dirk Söhren) und Bürgervorsteher (Karin Himstedt) ebenfalls. Jetzt gibt es auch einen hervorragenden Nachfolger als Vorstandsvorsitzender des Gemeinnützigen Wohnungsunternehmens – Klaus Buß.“ Dr. Jürgen Anbuhl hat diesen verantwortungsvollen, gleichwohl aber ehrenamtlichen Posten, seit 1988 ausgeübt und ihn jetzt aus Alters- und Gesundheitsgründen an seinen langjährigen Weggefährten und Freund Klaus Buß abgegeben. Und zwar in der Gewissheit, dass das GWU als größter und wichtigster Wohnraumversorger in Eckernförde unter Buß seiner sozialen Verantwortung weiter gerecht wird. „Die soziale Fürsorge und humanitäre Verantwortung war immer die Grundlage unseres Handelns“, sagte Anbuhl am Donnerstagabend im „Domkrug“ vor den Vertretern des Vorstandes, des Aufsichtsrates und der Geschäftsführung. „Wir wollen, dass alle Menschen eine solide Wohnung zu bezahlbaren Mieten haben. Wohnraum ist die entscheidende Grundlage für Gesundheit.“ Er sei froh, dass es bei den Neubauten einen „sozialen Drittelmix“ gebe und der Durchschnittsmietpreis beim GWU bei fünf Euro pro Quadratmeter liegt. „Und wir haben so gut wie keinen Leerstand.“ Besonders stolz sei er auf den Bau des Familienzentrum Eckernförde im Saxtorfer Weg durch das GWU, in dem auch die Eckernförder Tafel untergebracht werden konnte. Sowohl das Familienzentrum mit seinen vielfältigen sozialen Angeboten als auch die Tafel könnten die Räume zehn Jahre mietfrei nutzen. „Das wäre ohne mein Zutun so nicht entstanden“, erklärte der scheidende Vorstandsvorsitzende. Sehr erfreulich sei zudem, dass das GWU auch im Neubaugebiet Lorenz-von-Stein-Ring auf dem früheren Fachhochschulgelände „ein kleines soziales Zentrum“ errichten wird, und das einige Wohnungen an Flüchtlinge vermietet werden konnten.

Zuvor hatte Bürgermeister Jörg Sibbel als Vorsitzender des Aufsichtsrats Jürgen Anbuhls Verdienste um das GWU und die Stadt Eckernförder herausgestellt. „Jürgen Anbuhl fühlt sich Eckernförde und seinen Menschen tief verbunden“. Er war 32 Jahre lang Mitglied der Ratsversammlung, war 23 Jahre Bürgervorsteher und hat für sein herausragendes Engagement die höchste Auszeichnung der Stadt, die Ehrenbürgerschaft, erhalten. Man könne ihm nur dankbar sein, dass er gemeinsam mit anderen wie allen voran Alt-Bürgermeister Kurt Schulz Eckernförde zu einer sehr attraktiven Stadt „mit einer hervorragend ausgebauten sozialen Struktur“ entwickelt. Beim GWU ist Anbuhl am 17. Januar 1980 als fünftes Mitglied in den Vorstand aufgenommen worden und hat 1988 nach dem Tod von Horst Mambrey den Vorsitz übernommen. „Das ist eine besondere Ära, die ihresgleichen sucht“, sagte Sibbel. Anbuhl habe sich besonders dafür eingesetzt, dass auch finanziell weniger gut gestellte Menschen beim GWU „vernünftigen Wohnraum zu vernünftigen Bedingungen“ erhalten haben.

Klaus Buß war es ein Bedürfnis, seinem alten Freund, der ihn 1963 in die SPD aufgenommen hat, und Vorgänger als Vorstandsvorsitzender für seinen Einsatz zu danken. „Eines der wichtigsten politischen Ziele muss es sein, angemessenen Wohnraum zu schaffen. Mein Motto ist: Nach dem Essen kommt das Wohnen und dann die Bildung.“ Seine Biografie als Flüchtlingskind und Vertreter der Nachkriegsgeneration prägt den Rechtsanwalt und früheren Eckernförder Bürgermeister und Innenminister des Landes bis heute. „An vorderster Front Entwicklungen mitzugestalten, ist etwas ganz Besonderes“, sagte der 72-jährige neue GWU-Vorstandschef.

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