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Rock-Nacht : „We rock“ – Legenden auf der Showpalast-Bühne

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Bandprojekt „We rock“ in Carls Showpalast / 250 Zuschauer begeistert über drei Stunden Rockmusik

shz.de von
erstellt am 13.Apr.2014 | 12:38 Uhr

Etwas verspätet steht das im Carls Showpalast heiß ersehnte Bandprojekt „We rock“ auf der Bühne: „Elbtunnel...“ sagt alles, keine weiteren Fragen. Die 250 Zuschauer strahlen, als die vier Männer (und eine Frau) um Gitarrist Frank Rohles auf die Bühne kommen, um drei Stunden lang zu rocken – mit Songs von Queen, aber auch Stücken aus der sensationellen und großartigen Rock-Ära von Deep Purple, Manfred Mann, Foreigner, The Sweet oder den Héroes Del Silencio.

Vor allem Frauen scheinen auf Rock zu stehen – den Eindruck bekommt man, wenn man die erste und zweite Reihe vor der Bühne so betrachtet. Vielleicht aber halten sich die Männer dazu auch einfach nur zurück, um ihren Frauen beim Schwärmen und Tanzen nicht im Weg zu stehen. Denn, wir erinnern uns: Harte Männer tanzen nicht. Ok, auch hier braucht Eckernförde, nordisch by nature, ein bisschen Zeit zum Vorglühen – wie früher der Dieselmotor – aber der Wille ist da, die Band arbeitet dran.

„We rock“ ist ein Bandprojekt, das sich aus Teilen der Originalbesetzung des Queen Musicals „We Will Rock You“ in Köln zusammen setzt: Frank Rohles, Bassist Rainer Peters und Schlagzeuger Boris Ehlers gehörten dazu. Der Keyboarder Marco Lehnerts, der mit „Blinded by the Light“ von Manfred Manns Earth Band ein Paradestück zum Austoben an seinem drehbaren Instrument abarbeitet, war unter anderem als Musiker für die „Söhne Mannheims“ aktiv.

Diese Vollprofis rollen mit Spaß, großem Können und sympathischer Bühnenausstrahlung den Soundteppich aus, auf dem Sascha Krebs als Farrokh Bulsara alias Freddy Mercury des heutigen Abends agieren kann: Er beherrscht Rockerpose und Repertoire, hilft mit der Luftgitarre aus, wo Not am Mann und spielt sich mit seinen langen Haaren quirlig durchs Programm. Einen Stimmgiganten wie Freddy Mercury kann und soll er nicht ersetzen, die Band covert zwar, will aber nicht kopieren. Im Wechsel mit der zarten Sängerin Cynthia Follmannmit blonder, hochgesteckter Lockenmähne, schwarzem Korsett, High Heels, Konfektionsgröße 34 bis 36 und reichlich Rock in der Kehle, singt und röhrt sich Krebs durch den Abend.

Das Publikum klatscht mit, hängt an den Lippen, singt, freut sich über jeden Hit, vor allem natürlich über die alten Queen-Stücke. „Sehr schön! Wir finden’s bisher richtig klasse!“ Anja und Andreas Michler aus Eckernförde sowie Jörn und Maren Quast aus Barkelsby sind in der Pause voll des Lobes. „Wir sind ohne Erwartungen hergekommen, aber es ist toll, dass sie auch die anderen Songs unterstreuen, das macht es noch interessanter.“ Die Musiker seien mit Herzblut dabei, staunen täten sie über das Stimmvolumen der Sängerin. Sie hätten sich ein paar mehr Leute im Carls gewünscht. „Wenn die im nächsten Jahr wiederkommen, sollte man mehr Werbung machen, dann wird es noch voller. Ach ja, und die Akustik, die ist toll.“

Hierüber gab es allerdings unterschiedliche Meinungen. Manche fanden sie sehr dürftig, andere in Ordnung. Vielleicht fehlten dem bandeigenen Techniker einfach wertvolle Minuten. Diese mag er im Elbtunnel verloren haben.



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