Trockenheit : Wasserverband appelliert: Sportplatzbewässerung erst ab 23 Uhr

Der Wasserbeschaffungsverband Mittelschwansen bitte dringend darum, zwischen 19 und 23 Uhr auf die Bewässerung von großen Rasenflächen zu verzichten. Die Leitungskapazitäten stoßen an ihre Grenzen.
Der Wasserbeschaffungsverband Mittelschwansen bittet dringend darum, zwischen 19 und 23 Uhr auf die Bewässerung von großen Rasenflächen zu verzichten. Die Leitungskapazitäten stoßen an ihre Grenzen.

Abgabe von Trinkwasser vom Wasserwerk Waabs weiter gestiegen. Leitungskapazität stößt an Grenzen. Verband bittet Sportvereine und Feuerwehren um Rücksichtnahme.

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27. Juli 2018, 06:57 Uhr

Waabs | Inzwischen 6400 Kubikmeter Trinkwasser verlassen zurzeit täglich das Wasserwerk in Waabs. Damit ist die Abgabemenge des Wasserverbands Mittelschwansen noch einmal angestiegen. „In der Spitze haben wir in dieser Woche 580 Kubikmeter in der Stunde abgegeben“, sagt Carsten Boldt, technischer Leiter der Anlage. Auch das liegt deutlich über den 500 Kubikmetern, von denen in der Vorwoche die Rede war (wir berichteten). Die extreme und lang anhaltende Trockenheit führt dazu, dass die Anlagen unter Dauerlast stehen. Das hat zur Folge, dass der Verband an seine Kapazitätsgrenze hinsichtlich der Verteilung des Wassers kommt, stellt Horst Böttcher, Vorsteher des Wasserverbands mit 14 Mitgliedsgemeinden fest. Aufbereitung und Förderung des Grundwassers sei kein Problem, aber die Querschnitte und Pumpenleistungen lassen nur wenig Spielraum, die Verteilung zu steigern. Daher haben Böttcher und Boldt nun offizielle Schreiben aufgesetzt, um damit die Freiwilligen Feuerwehren wie auch die Sportvereine dringend zu bitten, nicht während der Spitzenzeiten zwischen 19 und 23 Uhr Wasser zu verbrauchen (nasse Übung, Rasen sprengen). „Es ist ein Appell“, sagt Böttcher, der hofft, dass das fruchtet, und sie nicht zu Anordnungen gezwungen sein werden. Der Verband rät dazu, entsprechend großen Wasserverbrauch werktags erst ab 23 Uhr zu tätigen und an Wochenenden ganz darauf zu verzichten. Das gelte auch für die Befüllung großer Pools in den Gärten.

Für Claus Becker, Vorsitzender des Barkelsbyer Sportvereins, stellt das kein Problem dar. Er wird die Beregnung des Platzes entsprechend veranlassen, damit der Platz am Wochenende auf jeden Fall für das Kreispokalspiel bespielbar ist. „Ohne Wasser ist der Platz steinhart.“

Auch beim TSV Rieseby hat man auf den Wunsch des Wasserbeschaffungsverbandes reagiert. „Bisher hatten wir ab 18 Uhr den A-Platz bewässert. Jetzt stelle ich den Sprenger erst nach 22 Uhr an“, berichtet TSV-Vorsitzender Gerhard Muhl. Früher habe der Verein Wasser aus einem eigenen Brunnen für die Platzbewässerung genutzt. Der Brunnen ist aber nicht einsatzbereit, so Muhl.

Beim TSV Waabs war bisher nur noch der Hauptplatz bewässert worden, teilt Vorsitzender Matthias Gronwald mit. „Wir werden jedoch auch diese Bewässerung umgehend einstellen – auf Wunsch des Wasserbeschaffungsverbands.“

In Kosel hat man es bereits ab dem 20. Juli aufgegeben, den Hauptplatz zu wässern, berichtet dessen Vorsitzender Stefan Ruch. „Das hat natürlich zur Folge, dass der Rasen auf dem Fußballfeld verbrennt und austrocknet, etwas, was bei vielen Vereinen ähnlich sein dürfte.“ Den Verein treffe das sehr, da sich derzeit eine Mannschaft in der Vorbereitung auf die kommende Spielsaison befindet.

In Loose wird der Sportplatz derzeit nicht bewässert, er wird nur wenig genutzt, teilt Ulrich Barske vom VfL Loose mit.

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