zur Navigation springen
Eckernförder Zeitung

18. Dezember 2017 | 12:32 Uhr

Wassernähe erhöht Immobilienpreise

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Preise für Eigenheime und Eigentumswohnungen in Eckernförde sind in den vergangenen zwei Jahren um 14 beziehungsweise 11,4 Prozent gestiegen. Ein Eigenheim kostet im Schnitt 1691 Euro pro Quadratmeter, Wohnungen liegen bei 1500 Euro.

shz.de von
erstellt am 19.Okt.2013 | 06:07 Uhr

Immobilien in Wassernähe sind begehrt, die Preise in den vergangenen zwei Jahren in fast ganz Schleswig-Holstein gestiegen. Das ergab eine von der Landesbausparkasse (LBS) in Auftrag gegebene Untersuchung, deren Ergebnisse im LBS-Immobilienatlas festgehalten worden sind. Ein Marktforschungsunternehmen hatte dafür Makler übergreifend über 7000 öffentlich zugängliche Kaufangebote für Ein- bis Zweifamilienhäusern und Eigentumswohnungen aufgenommen und verglichen.

In Eckernförde kosten Eigenheime mit 1691 Euro pro Quadratmeter etwas mehr als in den Gemeinden in der Umgebung (1268 Euro). Im Vergleich zum Jahr 2011, in dem die erste LBS-Studie erschienen ist, sind nur die Eckernförder Preise gestiegen, und zwar um fast 14 Prozent. Für Eigentumswohnungen sind in Eckernförde und auch in der Umgebung im Durchschnitt gut 1500 Euro pro Quadratmeter zu kalkulieren. Gut die Hälfte der Umgebungsobjekte liegen in Damp. Auch die Wohnungen haben preislich zugelegt, in der Stadt um 11,4 Prozent und außerhalb um 17 Prozent seit dem Jahr 2011. Laut Immobilienatlas gibt es in Eckernförde auch einige Neubauangebote, neue Stadtwohnungen werden für rund 2900 Euro pro Quadratmeter gehandelt.

Ein Blick auf die Immobilienseiten in Zeitungen und Internet zeigt eine große Bandbreite: von der 45 Jahre alten Wohnung im Diestelkamp für 1100 Euro pro Quadratmeter bis zur neuen noch zu bauenden Wohnung für 5300 Euro an der Hafenspitze. Die Erdgeschosswohnung mit Meerblick im Neubau an der Strandpromenade wird über eine Internetplattform für 550 000 Euro angeboten (4100 Euro pro Quadratmeter), während auf derselben Internetseite Wohnungen auf der Carlshöhe für 3000 Euro zu haben sind und Wohnungen im alten Kreishaus 2400 bis 2550 Euro pro Quadratmeter angeboten werden.

In der Umgebung Eckernfördes zeichnet sich Gettorf durch ein Angebot an neu gebauten Wohnungen aus. Sie werden für durchschnittlich 2200 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche verkauft.

Mit Abstand teuerster Wohnstandort im Dänischen Wohld ist Strande direkt am Ostseestrand. Immobilienerwerber müssen mit Preisen im Mittel bei 2224 Euro pro Quadratmeter für Eigenheime und 2168 Euro für Eigentumswohnungen aus dem Bestand rechnen.

Etwas günstiger sind die Lagen ohne Meerblick, also in Dänischenhagen und Altenholz. Für ein Eigenheim aus dem Bestand sollten Interessenten durchschnittlich zwischen 1600 und 1800 Euro pro Quadratmeter einplanen, Eigentumswohnungen bekämen sie in Altenholz bereits für 1244 Euro, in Dänischenhagen werden zurzeit keine angeboten.

Zu Durchschnittspreisen von 1364 Euro pro Quadratmeter sind Häuser in Kappeln (+ 2,5 Prozent) am Immobilienmarkt. Neu gebaute Eigenheime für den Erstbezug kosten hier etwa 3200 Euro. Eigentumswohnungen liegen bei 1537 Euro.

Zum Vergleich: Auf Sylt liegt der Quadratmeterpreis für Einfamilienhäuser in Spitzenlagen wie Kampen bei 35 000 Euro, in St. Peter-Ording bei 2632 Euro und in Timmendorfer Strand 2752 Euro. Aber es gibt auch günstigere Ecken in Schleswig-Holstein. „Mit unserem Atlas zeigen wir, dass es Möglichkeiten gibt, trotz Wassernähe preisgünstig Immobilien zu kaufen“, sagt LBS-Pressesprecher Klaus-Günther Steinke. „Wir gehen davon aus, dass das Wohnen in Wassernähe seine Attraktivität behalten wird. Und wenn nicht genügend Bauland ausgewiesen wird, werden die Bestandsobjekte im Wert steigen.“

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen