„Wasser marsch“ noch 2018? Erst müssen Altlasten raus

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Belasteter Bauschutt auf dem Gelände der Nooröffnung / Wasserfläche könnte noch 2018 entstehen

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25. Mai 2018, 06:12 Uhr

Nichts steht mehr. Die Parkpalette, der Aldi-Markt und das frühere Getränkelager von Markant sind abgerissen, das Gelände ist eingeebnet und harrt der Dinge, die dort geplant sind. Wie der Aushub der 7000 Quadratmeter großen Wasserfläche, die sogenannte Nooröffnung, der Bau von 100 Mietwohnungen am künftigen östlichen Ufer sowie weiterer, privat bewirtschafteter Wohngebäude am westlichen Ufer. Der Boden für die Bebauung ist also bereitet. Mit einer Einschränkung: Unter der großen, eingeebneten Sandfläche lauern noch Altlasten. Und die müssen erst entfernt werden, um die Baufelder belastungsfrei übergeben zu können, sagt Projektleiterin Alexandra Dahmen von der BIG Städtebau aus Kronshagen. Bei den Altlasten handelt es sich um „belasteten Bauschutt“, von dem „keine direkte Gefahr“ ausgeht, wie Alexandra Dahmen versichert. Der allerdings aus dem Boden muss. „Da müssen wir noch einmal ran, um die Baufelder belastungsfrei zu übergeben.“ Die Fläche war früher bebaut, unter anderem durch die Kreisbahn. Cyanid, wie beim Aushub für das neue Parkhaus der Stadtwerke auf dem Gelände des früheren Gaswerks in der Gasstraße, sei jedenfalls nicht im Boden.

„Ich hoffe, dass wir mit dem Bau der Wasserfläche 2018 anfangen können“, gibt sich Alexandra Dahmen betont zurückhaltend. Sie verweist auf die parallel laufenden Genehmigungsverfahren und die förderrechtlichen Prüfverfahren für das Großprojekt des Förderprogramms Stadtumbau West, an dem neben der Stadt Eckernförde auch das Land Schleswig-Holstein und der Bund mit jeweils einem Drittel der Kosten beteiligt sind. Diese Verfahren seien komplex, langwierig und zeitlich nicht beeinflussbar, so Dahmen. Die langen Planungszeiträume seien nicht „Eckernförde-spezifisch“, für diese müsse man wegen der komplexen Zusammenhänge generell „einen langen Atem“ haben.

Ebenso wie das Ausheben der Wasserfläche soll auch das Investorenverfahren, das mit einem Gestaltungswettbewerb und einem Nutzungskonzept verbunden ist, noch in diesem Jahr angeschoben werden, ließ Dahmen durchblicken. Die Baufelder müssten noch erschlossen werden. Der zum Zug kommende Investor, der die Grundstücke von der Stadt erwirbt und in eigener Regie vermarktet, kann direkt am Ostufer der Nooröffnung zweigeschossig plus Dach- oder Staffelgeschoss und in zweiter Reihe dreigeschossig bauen. Ausdrücklich erwünscht sind dabei besondere Wohnformen wie Generationen übergreifendes Wohnen und Begegnungsmöglichkeiten der Mieter. Per Ratsbeschluss festgelegt ist ein 25-prozentiger Anteil an sozial geförderten Wohnungen. Daneben sind in dem Mischgebiet zwischen Reeperbahn und Schulweg auch kleinere Gewerbeeinheiten und Dienstleistungsangebote möglich.

Projektleiterin Alexandra Dahmen rechnet „mit mindestens drei Jahren Bauzeit“. Demnach wäre frühestens 2021, vermutlich aber später, mit der Fertigstellung des Stadtumbau-Projekts Nooröffnung in exponierter Lage zu rechnen.

>Siehe auch Bericht rechts

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