Dürre in Eckernförde : „Wasser marsch“ für Blumen, Büsche und Bäume

Stadtgärtner Lionel Müller sorgt mit dem Tankwagen für prächtig blühende Beete. Fotos: Schumacher
1 von 2
Stadtgärtner Lionel Müller sorgt mit dem Tankwagen für prächtig blühende Beete. Fotos: Schumacher

Die Stadtgärtnerei versorgt die städtischen Beete und Bäume täglich mit frischem Wasser. Viele Jungbäume sind gefährdet.

shz.de von
10. August 2018, 06:16 Uhr

Eckernförde | Während Eckernförder und Urlauber den heißen Sommer genießen, macht die Hitze und vor allem die Trockenheit den Pflanzen extrem zu schaffen. Die Stadtgärtnerei fährt daher täglich mit dem Tankwagen durch Eckernförde, um den Durst der Pflanzen zu stillen.

Eine bestimmte Route gibt es nicht, dafür aber eine Prioritätenliste, die bestimmt, welche Beete die kühle Dusche am dringendsten benötigen. Ganz oben auf der Liste stehen die Sommerblumen-Beete am Lornsenplatz und in der Reeperbahn. Bei längerer Trockenheit brauchen aber auch die Geranien, Stauden oder Rosen in den Mischblumen-Beeten die Hilfe der Gärtnerei.

Der Tankwagen fasst insgesamt 3000 Liter, ein weiteres Auto mit einem kleineren Tank hilft bei der Bewässerung. Die ganze Woche über fährt der Bewässerungstrupp von morgens bis mittags durch die Stadt, dabei müssen die Tanks vier bis sechs Mal nachgefüllt werden.

Besonders die jungen Bäume leiden unter der brennenden Sonne. Sylvia Bent, die Leiterin der Stadtgärtnerei, empfiehlt mindestens 50 Liter für einen jungen Baum, mehr wäre jedoch noch besser. Für die Bewässerung der Bäume wurde im Juni extra eine Firma beauftragt, die sich wöchentlich um 400 Bäume zu kümmern hat.

Neben der Trockenheit tragen noch weitere Faktoren dazu bei, dass die Pflanzen es dieses Jahr nicht leicht haben. Der hohe Grundwasserstand der Ostsee und die Überflutung im März haben den Salzgehalt des Bodens in die Höhe getrieben und tragen zur Austrocknung bei. Für einige Jungbäume ist es bereits zu spät, sie werden sich nicht mehr regenerieren können, befürchtet Sylvia Bent. Leider bringe auch ein Regenschauer nicht viel. Schon öfter seien Mitarbeiter darauf angesprochen worden, dass es zuvor doch geregnet habe und man deshalb nicht mehr gießen müsse. Doch das, so Bent, „ist nur der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein und bringt nicht viel.“

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen