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Wasserbeschaffungsverband : Wasser für den ganzen Wohld

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Wasserbeschaffungsverband hat Strande und Dänischenhagen ans Netz angeschlossen / Feierlichkeiten zum Projektabschluss

Schwedeneck | Der Wasserbeschaffungsverband Dänischer Wohld versorgt seit vorgestern auch die Gemeinden Dänischenhagen und Strande mit Trinkwasser aus dem Wasserwerk in Krusendorf. Insgesamt 8400 Haushalte sind somit an das Wasserwerk angeschlossen. 6700 im alten Versorgungsgebiet, 1700 in den beiden neu hinzugekommenen Gemeinden. Nach langwierigen Verhandlungen feierte der Verband gestern den Abschluss des Projekts mit einem kleinen Imbiss.

Verbandsvorsteher Jürgen-Hermann Bornhöft dankte dem Vorstand, den Mitarbeitern des Wasserwerks und den neu hinzugekommenen Gemeinden Dänischenhagen und Strande für das Vertrauen. „Im Kopf hatte ich den Anschluss schon immer“, gestand er. „Zum Dänischen Wohld gehören auch Dänischenhagen und Strande.“ Vorteile sieht er auf allen Seiten. Die Gemeinden Dänischenhagen und Strande hätten, nachdem 2012 ihr Vertrag mit den Stadtwerken Kiel auslief, einen zuverlässigen Wasserversorger gewonnen, der ihnen ein Mitspracherecht einräumt. Das Wasserwerk Krusendorf fördert mit gut einer Million Kubikmeter im Jahr genug Wasser und der Umbau für rund drei Millionen Euro vor einigen Jahren eröffnete die Möglichkeit.

Nach schwierigen Verhandlungen mit den Stadtwerken Kiel über den Ankauf der Versorgungsnetze wurde ein zinsgünstiges Kommunaldarlehen aufgenommen, die Gemeinden als Verbandsmitglieder aufgenommen, ein öffentlich-rechtlicher Vertrag aufgesetzt und die erforderlichen Leitungen für die Versorgungen von Dänischenhagen und Strande verlegt. Am 30. September um 13 Uhr kappten die Stadtwerke ihre Leitung, Krusendorf machte ihre auf. Für die Haushalte in Dänischenhagen und Strande ändert sich kaum etwas. Sie zahlen wie bisher 1,90 Euro pro Kubikmeter Wasser. Die Haushalte im bisherigen Verbandsgebiet zahlen weiterhin nur 1,02 Euro pro Kubikmeter Wasser. Über die nicht ganz 90 Cent Wasserpreisunterschied wird das aufgenommene Darlehen über die gesamte Laufzeit von 25 Jahren gesichert. Die bisherigen Wasserabnehmer sollten nicht für die Erweiterung bezahlen. Beste Wasserqualität sei ebenfalls gewährleistet, versicherte Verbandsingenieur Reinhold Olthoff. Die neuen Leitungen seien lange desinfiziert und gespült worden, das Gesundheitsamt habe vor Freigabe drei Proben hintereinander gezogen und analysiert. Einfach sei es nicht gewesen aus dem Vertrag mit den Stadtwerken Kiel auszusteigen, bestätigten Dänischenhagens Bürgermeister Wolfgang Steffen und Thomas Behrenbruch aus Strande. Zudem habe es hinsichtlich der Umstellung Bedenken aus der Bevölkerung gegeben, Krusendorf sei nicht in der Lage so viel Wasser zu fördern, sagte Wolfgang Steffen. „Das war schon Überzeugungsarbeit, die Politik und Verwaltung leisten mussten.“ Er sei froh, dass die Sache nun zum Abschluss gekommen ist. „Wir sind guten Mutes, dass die Quelle nie versiegt.“

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