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Eckernförder Zeitung

16. Dezember 2017 | 14:35 Uhr

Wasser – eine Brücke für alle

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Wasser Symposium Carlshöhe: Künstler, Flüchtlinge und Mitarbeiter der Werkstatt für Behinderte nehmen teil

von
erstellt am 11.Jun.2016 | 06:23 Uhr

Wasser ist die Lebensbasis des Menschen – ohne Wasser ist kein Leben möglich. Wasser ist ein verbindendes Element, das zugleich aber auch ein trennendes sein kann. Schmerzlich erfahren mussten das bereits viele Flüchtlinge auf ihrem Weg nach Europa. Einige Flüchtlinge, die diesen Weg gegangen sind und in Eckernförde wohnen, nehmen an dem Projekt „Wasser Symposium: Kulturbrücke – Fluss der Sprachen“ auf Carlshöhe teil. „Wie das Wasser trennt uns auch die Sprache – scheinbar“, sagt Anna Brunner-Mocka. Die Künstlerin, die seit 2011 ein Atelier auf Carlshöhe hat, hat die künstlerische Leitung und das Projektmanagement inne. Von ihr stammt die Idee, unterschiedliche Menschen, Flüchtlinge und Mitarbeiter aus der Werkstatt für Behinderte in Eckernförde, mit Künstlern von Carlshöhe zusammenzubringen. „Ziel des dreitägigen Symposiums ist es, musische und gestalterische Tätigkeit zu verbinden und diese für Menschen, die bislang wenig Möglichkeiten hatten, kulturelle Partizipation zu erleben, zugänglich zu machen“, so Brunner-Mocka. Gemeinschaft erleben können – gerade wegen unterschiedlicher Herkunft und Sozialisation, mit Handicap oder ohne. Berivan (17) und Einas (17)kommen aus Syrien und besuchen die DaZ–Klasse (Deutsch als Zweitsprache) im Berufsbildungszentrum Eckernförde. Ihre Freundin Ilona (18) ist armenisch und kommt aus Russland. Gemeinsam unterhalten sie sich auf Deutsch. Maja (21), Annelena (25 ) und Thomas (38) sind Mitarbeiter in der Werkstatt für Behinderte und sind genau so begeistert dabei wie die Flüchtlinge. Schmiedemeister Michael Göttsch von der Werkstatt für Behinderte schmiedet aus 64 Stahlplatten eine 30 Meter lange Rinne, die auf dem morgigen Sommerfest zur Kulturbrücke wird. Kleine gefaltete Papierschiffe mit Grüßen in alle Welt sollen morgen die Wasserstraße entlangfahren. Umrahmt wird die Rinne von zwei 30 Meter langen Segelbahnen, die die Projektteilnehmer gemeinsam bemalt haben. Zu sehen sind Wörter und Bildzeichen aus verschiedenen Kulturen (arabisch, slawisch, russisch, europäisch).

Das Projekt wird unter-stützt vom Verein für Natur und Kultur: „Unser Ziel ist, Menschen zusammenzubringen. Dieses Projekt macht genau das“, sagt die Vorsitzende Marlies Biermann. Unterstützer sind auch die Stadt Eckernförde, die Lebenshilfe und die Eckernförder Werkstätten.

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Tag der offenen Tür auf Carlshöhe mit offenen Ateliers, Theater, Konzerte und Sommerfest, Sonntag, 12.Juni, 11-18 Uhr

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