Kommunalwahl : Was wird wie gewählt?

Am Sonntag ist Wahl. Aber: Wissen Sie, wer oder was gewählt wird? Horst Striebich, Bürgermeister der Gemeinde Altenholz bei Kiel, erklärt es im Video.

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23. Mai 2008, 10:30 Uhr

Altenholz im Kreis Rendsburg-Eckernförde, 9880 Einwohner. Bürgermeister Horst Striebich rechnet fest damit, dass die Wahlbeteiligung ähnlich hoch wie bei der vergangenen Kommunalwahl sein wird: Da lag sie bei satten 71 Prozent. Doch dieses Mal ist etwas anders als vor fünf Jahren: Die Bürger haben am Sonntag gleich vier Stimmen zu vergeben. Zwei für den Gemeinderat, eine für die Kreisversammlung und eine für den Landrat - den "Chef" der Kreisversammlung. "In Altenholz gibt es jetzt fünf Wahlkreise mit je zwei Kandidaten", erläutert Striebich. Vor dem 31. Dezember 2005 gab es in der Gemeinde noch zehn Wahlkreise mit jeweils einem Kandidaten. "Doch da wir an diesem Stichtag knapp unter 10.000 Einwohnern waren, mussten wir die Anzahl unserer Sitze im Gemeinderat verkleinern und somit auch die Wahlkreise", erläutert Striebich. Jetzt entscheiden die Wähler über 19 zu vergebende Sitze.

Altenholz grenzt direkt an die Landeshauptstadt Kiel. Dort haben es die Bürger einfacher: Es gibt keinen Kreistag und keinen Landrat, denn die Stadt ist kreisfrei. Genauso wie die Einwohner in Flensburg, Neumünster und Lübeck müssen die Kieler nur die Politiker für die Ratsversammlung wählen. 191.000 Hauptstädter entscheiden mit ihrem Kreuz über 49 zu vergebende Sitze. 27 davon werden direkt vergeben, wenn ein Politiker in einem Wahlkreis die einfache Mehrheit holt. Auf die übrigen 22 Plätze rücken die Listenkandidaten der Parteien.
Nach dem Wegfall der Fünf-Prozent-Klausel dürfte die Kieler Ratsversammlung bunter werden, schätzt Stadtrat Dieter Kurbjuhn: "Jetzt haben wir vier Fraktionen - nach der Wahl wird es mindestens eine mehr sein."

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