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Tom Beck im Interview : „Was für eine unfassbar geile Arbeit“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Schauspieler und Sänger Tom Beck trat beim R.SH-Kindertag in Eckernförde auf / Interview mit der EZ-Jugendredaktion

Zum diesjährigen Kindertag direkt am Hafen in Eckernförde war auch Tom Beck zu Gast. Bekannt ist der 37-jährige durch die TV- Serie „Alarm für Cobra 11“. Aber er kann nicht nur schauspielern, sondern stellt schon seit einigen Jahren seine Leidenschaft für die Musik unter Beweis. So begeisterte er sein Publikum mit seinen Liedern und vor allem seinem neuen Album „So wie es ist“. Vor seinem Auftritt hatten wir die Chance etwas über die „Cobra 11“-Zeit, seine Träume und seine Vorliebe für den Norden zu erfahren.


Wie gefällt es dir hier im Norden? Hattest du schon Zeit, die Stadt ein wenig zu erkunden?
Tom Beck: Ja, es gefällt mir hier im Norden auf jeden Fall, denn alle sind sehr freundlich. Eben zum Beispiel sind wir in die Einbahnstraße gefahren, jedoch von der falschen Seite aus und keiner hat sich beschwert. Bei uns in Franken wäre das schon anders. Da würden die Leute sofort meckern. Aber hier war es das totale Gegenteil. Leider haben wir nicht die Chance, uns die Stadt genauer anzusehen, da wir ja eben erst angekommen sind und gleich nach dem Auftritt auch schon wieder los müssen.


Warum hast du bei der Serie „Alarm für Cobra 11“ aufgehört?
Weil ich so die Schnauze voll hatte (lacht). Ne, denn als Schauspieler ist es ja so, dass man sich gerne mal in andere Rollen hineinversetzt. In einer Serie wie „Cobra 11“ mitzuspielen, war sehr lustig und hat auch eine Menge Spaß gebracht, aber immer nur „Ben Jäger“ zu sein, reichte mir nicht, irgendwann wollte ich dann auch mal andere Rollen spielen. Und natürlich wollte ich mich auch noch mehr auf die Musik konzentrieren, weil ich für diese nur ziemlich wenig Zeit gefunden habe.


Gibt es eine Rolle für dich als Schauspieler, die du unbedingt mal spielen möchtest?
Ne, tatsächlich habe ich keine bestimmte Rolle. Man kämpft ja immer ein wenig dagegen an, dass man nur nach seinem Typ besetzt wird. Manchmal denkt man sich: „ ja jetzt spiel ich hier schon wieder den Liebhaber, den Erfahrenen oder den Goodlooker.“ Klar wünscht man sich auch mal, sich anders beweisen zu können und eine Rolle zu bekommen, in der man das totale Gegenteil spielen darf. Aber es wird natürlich auch seine Gründe haben, warum man typbesetzt wird. Zum Beispiel durfte ich einmal einen „Spießer“ spielen und vielleicht wirkt man dann auch ein wenig verkleidet. Also kommt Zeit und Rat. Ich hoffe auf immer mehr Entwicklungen. Aber eine spezielle Traumrolle habe ich jetzt nicht.

Gibt es denn von deinen bisher gespielten Rollen eine, die du besonders gerne spielen mochtest, also hast du eine bisherige Lieblingsrolle?
Schwierig zu sagen, da war ja viel anders. Also bei „Cobra 11“ zum Beispiel, da war es jetzt nicht so wirklich textlastig. Du kommst morgens ans Set und weißt genau „Halt, stehen bleiben, Hände hoch, Polizei!“. Es war nicht so, dass du dich da lange hinsetzen musstest um Texte zu lernen. Ich bin sowieso so ein Mensch, der es sich in der Regel einmal anguckt und so vor sich hin spricht, und dann habe ich es eigentlich auch schon. Jedoch hat mir bei „Cobra 11“ die viele Action sehr gefallen. Man springt über Autos oder aus Helikoptern. Das war total abgefahren und einfach klasse. Dann hatte ich aber auch eine Rolle bei „Einstein“, wo ich jeden Tag zwei bis drei Stunden Text lernen musste, weil so viel physikalisches Wissen dabei war. Die Szenen waren total super und wenn man dann gedreht und gespielt hat, merkte man: „Was für eine unfassbar geile Arbeit“. Diese Rolle war wieder ganz anders, man war ganz anders gefordert. Deshalb kann ich es so nicht sagen, was mir am besten gefallen hat bisher.

Du bist ja nicht nur Schauspieler, sondern auch Musiker. Woher kommen denn die Ideen für neue Songs?
Die kommen eigentlich, weiß nicht… Also gestern auf den Weg hierher, waren wir auch kurz in einer Bar. Da stand so ein Typ, der hat so auf „dick“ gemacht. Da habe ich gesagt, er wäre der geilste Typ an der Minibar. Und dann dachte ich mir „Der geilste Typ an der Minibar“ ist eigentlich ein cooler Songtitel. Dann kann man sich hinsetzen und einen Song über diesen Typen schreiben. Aber es gibt auch so Alltagssituationen , wo mir eine ganze „Headline“ durch den Kopf geht und dann schreibe ich sie auf oder setze mich mit meiner Gitarre hin und spiele irgendetwas dazu, etwas „fakemäßiges“ und irgendwann ist da denn so eine Line die mir im Kopf hängen bleibt. Ich denke denn „Ey, das war gar nicht so schlecht“, Meistens sind 99 Prozent Mist, aber ein Prozent war gut.


Hast du einen Traum und wenn ja, wie sieht der aus?
Ehrlich gesagt, habe ich viele Träume, aber ich habe jetzt keinen Riesentraum, dass ich sage, ich möchte mit 40 oder 50 dies und das erlebt haben. Ich wäre aber natürlich froh, wenn sich meine Musik kontinuierlich weiterentwickelt, so dass man vielleicht irgendwann mal in einem Stadion vor 150  000 Zuschauern performen kann. Das wäre eine super schöne Erfahrung. Ich glaube aber das wichtigste ist einfach immer, dass man Menschen um sich hat, die einen lieben. Wenn alles so bleib,t wie es jetzt ist und ich gesund bin, ja dann bin ich happy.
 

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