Vemmingbund : Wal vor Sonderburg gesichtet – Ist es der Buckelwal aus Eckernförde?

Mehrere Walsichtungen in der Ostsee: Nachdem ein Tier vor Eckernförde gesehen wurde, meldeten Zeugen einen möglichen Buckelwal bei Sonderburg.

shz.de von
03. Mai 2015, 15:34 Uhr

Ein Wal sorgt wieder für Aufregung in SH und Dänemark: Ein Schweinswalexperte berichtete vergangene Woche von einem „Blasenteppich“ in der Eckernförder Bucht. Am Sonnabend sah ein dänischer Wal-Kenner im Wemmingbund (dänisch Vemmingbund). Das berichtet „Jydske Vestkysten“. Möglicherweise handelt es sich um dasselbe Tier.

„Ein Wal deutlich größer als ein Schweinswal 150 Meter vom Strand entfernt“ – dies meldete am Freitag ein Mitarbeiter des Ostsee-Info-Centers in Eckernförde. Wie Andreas Pfander aus Kappeln, Schweinswalexperte bei der Gesellschaft zum Schutz der Meeressäuger (GSM), berichtete, soll demnach der Blas des Wals hoch und schlank gewesen sein. Um den Wal herum habe es einen „Blasenteppich“ gegeben, eine Finne wurde bei dem wieder abtauchenden Wal nicht beobachtet. „Nach der Schilderung hat es sich möglicherweise um einen Buckelwal gehandelt“, sagt Pfander.

Möglicherweise handelte es sich um jenen Meeressäuger, der am Nachmittag des 23. April in der westlichen Ostsee, 35 Seemeilen östlich der dänischen Insel Seeland, gesichtet worden sein soll. „Wahrscheinlich handelt es sich um einen der beiden Buckelwale, die erstmals am 7. Juli 2014 durch das Zollschiff Holnis am Leuchtturm Kalkgrund am Eingang der Flensburger Förde beobachtet wurden. Dabei soll es sich um ein Muttertier mit einem Jungen handeln. Dass die Meeressäuger den Winter in dänischen und schwedischen Gewässern verbracht haben, gilt als Sensation. In diesem Fall wäre es auch einer der längsten dokumentierten Aufenthalte eines Buckelwals in der Ostsee, schreibt „Jydske Vestkysten“.

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