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Eckernförder Zeitung

23. Oktober 2017 | 02:57 Uhr

Altenholz : Wahlkrimi bis zur letzten Minute

vom

Sozialdemokraten wieder vor der AWG. Patt-Situation im Wahlkreis 7. Gleich viele Sitze für SPD und CDU.

shz.de von
erstellt am 27.Mai.2013 | 07:42 Uhr

Altenholz | Atemberaubende Spannung im Altenholzer Ratssaal: Als die Ergebnisse aus den zwölf Wahlkreisen eintreffen, liefern sich CDU und SPD ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Und obwohl die SPD am Ende mit 20 Stimmen und 0,5 Prozent die CDU überholt, bleibt es bis heute spannend. Beide Parteien haben sieben Sitze im Gemeinderat und damit jede das Vorschlagsrecht für das Amt des Bürgervorstehers. Und es ist noch nicht klar, wer den Wahlkreis 7 holt: CDU und AWG liegen mit je 145 Stimmen gleich auf.

Um 19.20 Uhr ist die Hälfte der Wahlkreise ausgezählt, Wahlkreis 6 geht an Helge Carstensen - Jubel in den Reihen der SPD. Sieben Minuten später können die Sozialdemokraten den Abstand zur CDU weiter ausbauen, um 19.35 Uhr haben sie sie überholt: 30,3 zu 29,1 Prozent. Nur fünf Minuten später wendet sich das Blatt: Die CDU liegt mit 29,8 Prozent wieder vor der SPD, die auf 29,1 Prozent kommt.Um 19.42 Uhr holt die CDU noch weiter auf. Doch um kurz vor 20 Uhr sind es die SPD-Vertreter, die ihrer Freude freien Lauf lassen: mit 29,8 zu 29,1 Prozent scheint der Abend auszuklingen. Dr. Karen Weisheit (CDU) hat zwar ihren Wahlkreis deutlich gewonnen, und sie ist von dem Vorsprung überrascht. Doch am Ende habe es nicht gereicht, "das ist schade für mich und meine Kollegen", sagt Weisheit.

Wolfgang Weiß (SPD) hingegen strahlt übers ganze Gesicht: "Es war unser Ziel, mindestens zweitstärkste Kraft zu sein. Das haben wir erreicht." Enttäuscht zeigte er sich von der Wahlbeteiligung, die um die 50 Prozent rum lag, in einem Wahlkreis sogar nur bei 30 Prozent. "Das ist für eine Kommunalwahl bitter, weil jeder weiß, dass es hier um die Belange vor Ort geht, Dinge, die die Bürger direkt berühren", sagte Weiß.

Obwohl sie nicht mehr wie 2008 zweitstärkste Kraft sein wird, war die Stimmung bei der AWG bestens. "Jörgen Danielsen hat als Newcomer in unseren Reihen das Direktmandat im Wahlkreis 10 bekommen. In zwei weiteren Wahlkreisen haben wir es knapp verpasst. Und in meinem Wahlkreis liegen wir mit der CDU gleich auf", fasste der Spitzenkandidat der AWG zusammen. "Wir sind drittstärkste Kraft, das ist für uns kein Drama. Wir sind nach wie vor ein Schwergewicht und stolz, dass wir das geschafft haben", erklärte Ulrichs. Er freut sich, dass es der AWG gelungen ist, Menschen zu finden, die bereit sind, einen Teil ihrer Freizeit für die Kommunalpolitik zu opfern. "Das ist ungeheuer schwer geworden", weiß Ulrichs, "aber wir brauchen gute Leute, um die Arbeit zu leisten."

Enttäuschung herrscht bei der FDP, die etwa bei der Hälfte an Stimmen liegt im Vergleich zu 2008. "Das ist traurig, aber damit muss man sich abfinden", erklärte Herbert Peter Klein. "Ich glaube schon, dass wir in den vergangenen fünf Jahren gute Politik gemacht haben." Mit ein Grund für das schlechte Abschneiden der Liberalen könnte auch die "extrem miese Wahlbeteiligung" gewesen sein, vermutet er. Nach der bisherigen Hochrechnungen hat die FDP im neuen Gemeinderat nur noch einen Sitz und verliert ihren Fraktionsstatus. Das Bündnis 90/Die Grünen kommt auf zwei Sitze, die AWG auf sechs, CDU und SPD beide auf sieben. An der Sitzverteilung wird auch die Entscheidung für den Wahlkreis 7 nichts ändern, die heute Abend um 18 Uhr im Ratssaal per Los durch Gemeindewahlleiter Bürgermeister Carlo Ehrich entschieden wird.

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