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Eckernförder Zeitung

23. Oktober 2017 | 03:05 Uhr

Wahlgemeinschaft setzt aus

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erstellt am 10.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Neudorf-Bornstein | Die Freie Wahlgemeinschaft (FWG) der Gemeinde Neudorf-Bornstein tritt nicht zur Kommunalwahl 2013 an. "Wir bekommen keine Liste voll", bedauern Kirsten Krause, ihr Mann Harald Krause und Mathias Dreier. Die 49-jährige Bankkauffrau, der 52-jährige Physiker und der 42-jährige Diplom-Forstingenieur haben Gemeindepolitik für die FWG gemacht. Kirsten Krause als Gemeindevertreterin, Harald Krause als Finanzausschussvorsitzender, Mathias Dreier als wählbarer Bürger im Bauausschuss. Ausschlaggebend für ihren Rückzug sei der Mangel an Zeit, geben sie an.

Sie sind alle in der freien Wirtschaft tätig. "Da bleibt wenig Zeit für die Arbeit in der Gemeindevertretung und für das Bürgermeisteramt schon gar nicht", erklärt Harald Krause. "Man tritt schließlich an, um zu gewinnen." Die Entscheidung sei ihnen schwer gefallen, sagen sie. Schließlich sei ihnen eine Menge Vertrauen entgegen gebracht worden. Vor fünf Jahren trat die Freie Wahlgemeinschaft Neudorf-Bornstein auf Initiative von 13 Bürgern aus beiden Ortsteilen erstmals zur Kommunalwahl an. "Wir wollten den permanenten, verkrusteten Konflikt zwischen SPD und CDU aufbrechen, konstruktiver und sachlicher arbeiten", macht Harald Krause deutlich. "Wir hatten den Eindruck, es täte gut, wenn da eine dritte Kraft dazu käme." Die FWG erhielt auf Anhieb drei Sitze. Damit wurden ihre Erwartungen übertroffen. "Der Wunsch nach Veränderung war offensichtlich da", meint Kirsten Krause. Die CDU erhielt zwei, die SPD sechs und damit die absolute Mehrheit. Doch das politische Geschäft gestaltete sich schwierig. "Es ist sehr, sehr schwer gewesen, mit der SPD im Vorfeld Dinge zu besprechen", blickt Kirsten Krause zurück. "Wir sind nicht eingebunden worden." Das hätten sie auch immer wieder vorgebracht. Es sei nicht so, dass sie keine Hochachtung hätten vor der Leistung von Bürgermeisterin Birgit Hackmann, stellt Harald Krause klar. "Sie ist kompetent und übt das Amt mit Leidenschaft aus." Die Kritik richte sich vielmehr an ihren Stil. Zudem seien sie Polit-Neulinge gewesen außer Henning Holler und Eberhard Jahn, die beide im Laufe der Legislaturperiode aus gesundheitlichen Gründen ausschieden. Mit dem Bau der Kinderkrippe, der Neuausrichtung der Kita und der Grundschule hätten sie weit reichende Entscheidungen treffen müssen. "Mehr Selbstbewusstsein hätte uns sicherlich gut getan", bekennt Kirsten Krause selbstkritisch.

Die FWG wird es jedoch weiterhin geben. Kirsten Krause wurde von den 17 Mitgliedern gerade zur Vorsitzenden gewählt, Mathias Dreier zu ihrem Stellvertreter. Sie wollen sich weiterhin an der Dorfpolitik beteiligen, sind sie sich einig. "Und in fünf Jahren treten wir wieder an."

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