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Bürgerpark : Wagner bietet Stadt den Bürgerpark zum Kauf an

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Ratsherr Dr. Reinhard Jentzsch und Bauunternehmer Udo Wagner haben den Kaufvertrag zum Bürgerpark rückgängig gemacht. Jetzt kann die Stadt das Grundstück kaufen – zum selben Preis.

Eckernförde | Der Bürgerpark ist wieder in der Hand von Bauunternehmer Udo Wagner. Wie von der Ratsversammlung gefordert, haben Dr. Reinhard Jentzsch und Udo Wagner noch im Dezember den Kaufvertrag wieder aufgehoben. Wunschgemäß ist das 4000 Quadratmeter große Grundstück nun von Wagner der Stadt zum Kauf angeboten worden – zum selben Preis, wie ihn Jentzsch erhalten hatte: 3000 Euro. Bürgermeister Jörg Sibbel sieht nun keine juristischen Probleme mehr, die einem Kauf des Parks durch die Stadt im Wege stehen.

In einem Brief an die Verwaltung und alle Fraktionsvorsitzenden regt Wagner an, dass die Stadt das von Jentzsch aufgestellte Gestaltungskonzept übernehmen sollte, wenn sie den Park schon zum selben Preis erhalte. In dem Konzept sind Maßnahmen zur Verschönerung und Absicherung der Flächen vorgesehen. Dazu gehört das Nachpflanzen von Krokussen an kahlen Stellen (10- bis 20 000 Stück), das Anlegen von Rosenbeeten, der Bau eines offenen Pavillons, das Ersetzen der Laternen durch historische Leuchten und die Installation eines Zaunes mit drei Toren, die zum Schutz der Krokusse während der Blüte abgeschlossen werden können. Eine Einzäunung des Weges war schon im Gestattungsvertrag zwischen Kreis und Stadt aus dem Jahr 1985 vertraglich beschlossen, aber nie umgesetzt worden.

Gleichzeitig kritisiert Wagner den geringen Kaufpreis. Seiner Meinung nach gewinne der Park an Wert, weil die bisherigen Einschränkungen und Auflagen durch den Gestattungs- und Durchführungsvertrag bei einem Verkauf an die Stadt entfallen.

Der Bürgerpark hatte für Schlagzeilen gesorgt, weil Ratsherr Reinhard Jentzsch (Bürger-Forum) als Anlieger den Park für 3000 Euro von Udo Wagner gekauft hatte, um ihn aus Eigeninitiative und mit einem Förderverein zu verschönern und besser zu pflegen als bisher. Jentzsch hatte sich selbst für nicht befangen erklärt. Wagner plant in direkter Nachbarschaft einen Neubau am Mühlenberg. Für den Mühlenberg wird zurzeit ein vorhabenbezogener Bebauungsplan erstellt, auf den auch Jentzsch und seine Kollegen vom Bürger-Forum im Rahmen der Ratsversammlung Einfluss haben. Die Ratsversammlung hatte daraufhin gefordert, dass der Kaufvertrag zwischen Jentzsch und Wagner aufgehoben wird und Wagner der Stadt den Park zum selben Preis anbietet.

 

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erstellt am 11.Jan.2014 | 07:19 Uhr

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